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Ein kleines Endspiel zum Start

Auf die Abwehr der Lions, hier Christian Petersen (unten) kommt viel Arbeit zu. Besonders die Laufabwehr wird gegen den Ausnahme-Runningback Trevar Deed gefordert sein. Foto: T.A.

Football: Die Lions sind am Sonnabend in Dresden im „Big6“-Turnier gleich mächtig unter Druck.

Von Daniel Beutler, 29.04.2014.

Braunschweig. Gleich im ersten Pflichtspiel für die Bundesliga-Footballer der New Yorker Lions am Sonnabend (16 Uhr) in Dresden wird es richtig ernst. Eine Niederlage zum Auftakt in der europäischen „Big6“-Liga, und die Chancen auf das Weiterkommen wären minimal.

In der Premierensaison des europäischen Wettbewerbs treten sechs Mannschaften in jeweils Dreiergruppen an, spielen dabei nur einmal gegeneinander. Bei einem Sieg gegen die Dresden Monarchs hätten es die Lions folglich am 17. Mai im zweiten Gruppenspiel gegen die Vienna Vikings selbst in der Hand, in das Endspiel einzuziehen.
Damit dieses Szenario eintritt, gilt es für die Braunschweiger, den Gegner aus dem German Bowl des Vorjahres erneut zu schlagen. Die Monarchs haben bereits ein Punktspiel in der Bundesliga bestritten. Am Wochenende unterlagen sie in Kiel den Baltic Hurricanes knapp mit 29:33. „Sie haben fast die gleichen Spieler wie im Vorjahr und sind auf keinen Fall schlechter geworden“, berichte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin, der in Kiel zugegen war.
Allen voran Ballträger Trevar Deed wirbelt wieder. Der US-Amerikaner führte 2013 mit 3623 Yards die gesamte Liga in der Rubrik Raumgewinn durch Läufe an. Der Zweitplatzierte kam auf weniger als die Hälfte, und seine Ausnahmestellung hat Deed auch gegen Kiel wieder bewiesen. Insgesamt sorgte das kleine Kraftpaket für 213 Yards Raumgewinn, im Schnitt 7,1 pro Versuch, und erzielte drei Touchdowns. Auch Spielmacher Jeff Welsh präsentierte sich ähnlich gut und sorgte mit dem Passangriff für 216 Yards Raumgewinn.
Der Angriff der Monarchs scheint also ebenso stark wie im Vorjahr. „Sie haben fast das gleiche System wie 2013 gespielt und wenig geändert“, berichtete Tomlin, dass der neue Cheftrainer in Dresden, John Leijten, auf Bewährtes vertraut. Allerdings ließen die Dresdner noch die Effizienz vermissen. Zwei Besuche in der Hurricanes-Redzone, also 20 oder weniger Yards vor selbiger, nutzen sie nicht für Punkte. Dazu scheiterten zwei von drei Fieldgoal-Versuchen und ein Extrapunkt-Versuch. „Sie haben einige Fehler gemacht, die für ein erstes Punktspiel normal sind“, erklärte Tomlin und rechnet damit, dass die Monarchs unter der Woche intensiv daran arbeiten, diese abzustellen. Wiederholung unwahrscheinlich. Und auch die Abwehr sei ebenfalls stark besetzt, betonte Tomlin und unterstrich: „Das wird ein ganz schweres Spiel.“
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