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Ein gelungenes Comeback

Basketball-Bundesliga: Phantoms besiegen den MBC mit 74:66 (35:30).

Von Christoph Matthies, 07.04.2010

Braunschweig. Ein alter Fuchs braucht keine List: Diese betagte Glückskeks-Weisheit mag einen wahren Kern haben, und doch greifen gerade erfahrene Routiniers immer wieder gern in die Trickkiste. Nate Fox, Center-Veteran der New Yorker Phantoms, feierte am Montagabend beim 74:66-Heimerfolg gegen den Mitteldeutschen BC vor 3716 Zuschauern ein umjubeltes Comeback. Immerhin 103 Tage fehlte der 32-Jährige aufgrund einer Fußverletzung, ehe er kurz vor Ende des ersten Viertels auf das Parkett der Volkswagenhalle zurückkehrte – und mit ihm seine fast zehnjährige Profi-Erfahrung.

Während die Phantoms weiterhin auf Tomasz Cielebak verzichteten, für den die Rückkehr nach überstandener Herzmuskelentzündung wohl doch noch zu früh gekommen wäre, machte Nate Fox das, was er am besten kann. Neben klugen Pässen und gutem Stellungsspiel gehören dazu auch Psychotricks, mit denen Fox versucht, seine Gegenspieler aus dem Konzept zu bringen – gerne auch durch ein verbales Trommelfeuer. „Irgendwann sagte er zu mir, ich solle ihn doch einfach in Ruhe lassen“, schmunzelte der Amerikaner nach dem Spiel über die entnervte Reaktion des 22-jährigen MBC-Centers Anatoly Kashirov, der mit zehn Punkten unter seinem Saisonschnitt blieb.
Spielerisch gefiel Nate Fox vor allem nach der Pause mit einer Serie von sieben Punkten, die halfen, die stark verteidigenden Gäste auf Distanz zu halten und mit einer Elf-Punkte-Führung ins Schlussviertel zu gehen. Dennoch wurde es noch einmal spannend, bis auf 61:63 arbeitete sich der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt an die Hausherren heran, als der bis dahin weitgehend unauffällig agierende Heiko Schaffartzik seine ganze Klasse demonstrierte und seine Mannschaft mit acht Punkten und einem wichtigen Ballgewinn in den letzten dreieinhalb Minuten endgültig auf die Gewinnerstraße brachte.
„Das heutige Spiel war die Pflicht, am Sonntag folgt die Kür“, freute sich Teamkapitän Nils Mittmann nach dem Sieg und dem Behaupten des für die Playoff-Teilnahme qualifizierenden achten Tabellenplatzes bereits auf die anstehende Begegnung gegen Titelaspirant Alba Berlin – ein Team gespickt mit Routiniers, denen keine List fremd ist.
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