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Ein „gefühltes“ Spitzenteam

Basketball-Bundesliga: Braunschweig tritt am heutigen Mittwochabend (20 Uhr) in Trier an.

Von Christoph Matthies, 29.12.2010.

Braunschweig. Vor dem letzten Spiel des Jahres sind die Phantoms als Fünfter der BBL-Tabelle voll im Soll. An der Mosel könnte am heutigen Mittwochabend um 20 Uhr der fünfte Sieg in Folge gelingen.

„Power Rankings“ nennen amerikanische Sportjournalisten jene Ranglisten, in denen sie Mannschaften – egal ob im Football, Baseball oder Eishockey – nicht nur nach ihrem Tabellenstand, sondern auch nach ihrer derzeitigen Leistungsstärke und aktuellen Form einstufen. In der US-Basketballliga NBA führen momentan die Dallas Mavericks, das Team um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki, diesen inoffiziellen Kräftevergleich an.
Gäbe es auch in der Basketball-Bundesliga ein solches „Power Ranking“, ginge die Spitzenposition derzeit wenig überraschend an die Baskets Bamberg, die alle ihrer 15 Begegnungen gewinnen konnten und beängstigend souverän an der Spitze der BBL-Tabelle residieren. Am Montag gelang den Franken eine beeindruckende 101:66-Lehrstunde gegen die derzeit etwas flügellahmen Donnervögel aus Oldenburg. Auf dem zweiten Platz eines BBL-“Power Rankings“ würden zur Zeit vielleicht schon die Phantoms stehen, die zuletzt mit großen Schritten aus dem Tabellenmittelfeld in Richtung Spitze eilten. Sechs der vergangenen sieben Spiele konnten Braunschweigs Korbjäger gewinnen, das letzte Mal gingen sie am 27. November als Verlierer vom Feld.
Eine Winterpause, wie etwa im Fußball, kennt die Basketball-Bundesliga nicht. Während viele Mannschaften sogar am zweiten Weihnachtstag spielen mussten, konnte das Aufgebot von Headcoach Sebastian Machowski seit dem Heimsieg gegen Ludwigsburg am vergangenen Mittwoch genau eine Woche verschnaufen, in der jedoch, außer am 25. Dezember, durchgehend trainiert wurde. Genug Zeit also, sich auf die kommende Aufgabe vorzubereiten, ohne dabei den Schwung aus den Vorwochen abzugeben.
Auch der heutige Gegner TBB Trier hat seinen Rhythmus nicht verloren. Den zweiten Feiertag krönten die Moselstädter mit einem 75:67-Heimsieg über strauchelnde Gießener. Mit acht Siegen (bei ebenso vielen Niederlagen) rangieren die Trierer derzeit auf Tabellenplatz zehn und dürfen sogar von den Playoffs träumen. Mit Trainer Henrik Rödl und den Spielern Philip Zwiener, Oskar Faßler, Dragan Dojcin und Oliver Clay befinden sich gleich vier ehemalige Berliner im Kader der Süddeutschen. Vor allem Zwiener übertrifft in dieser Saison alle Erwartungen: Der deutsche Nationalspieler ist mit durchschnittlich 14,4 Zählern bester Punktesammler der Trie-rer, außerdem fängt der 25-jährige Flügelspieler die meisten Rebounds (5,4) für den TBB.
Mit einem Sieg in Trier wären den Phantoms fast sicher für die Teilnahme am Pokalturnier qualifiziert. Im Gegensatz zum „gefühlten“ Spitzenplatz im „Power Ranking“ ein echter Erfolg.
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