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„Ein Ausbau des Stadions wirkt sich positiv aus“

Rund 300 Fans hatten sich bei der Informationsveranstaltung von Eintracht Braunschweig im VIP-Zelt des Vereins eingefunden.

Von Elmar von Cramon, 16.01.2011.

Braunschweig. Rund 300 Eintracht-Fans hatten sich am Freitagabend im VIP-Zelt des Eintracht-Stadions eingefunden, um sich über die bevorstehende Bürgerbefragung bezüglich des Stadionausbaus zu informieren.

Eintracht-Präsident Sebastian Ebel betonte, dass sich ein Ausbau in allen Bereichen positiv auswirken würde, ein Festhalten am Status Quo die Zukunftschancen für Spitzensport in Braunschweig nachhaltig veschlechtere. Insbesondere sei es für den Verein in einem modernen Stadion auch einfacher, seine sozialen Pflichten wahrzunehmen: „Der Fußball spielt im sozialen Bereich eine große Rolle. Wir möchten, dass sich die Menschen auch unter der Woche im Eintracht-Stadion treffen, und dass das Vereinsleben wiederbelebt wird.“
Auch Karsten König, Leiter des Fanprojektes, betonte die soziokulturelle Bedeutung eines Ausbaus: „Ich erlebe in meiner täglichen Arbeit, dass Eintracht gerade für die sozial Schwachen eine wichtige Bedeutung hat.“ König erläuterte anschließend die Pläne des Fanprojektes im Falle eines Ausbaus, auch Einrichtungen wie Hausaufgabenhilfe oder Berufsberatung für Jugendliche zu etablieren, die weit über Veranstaltungen mit rein sportlichem Aspekt hinausgingen.
Vizepräsident Reiner Ottinger machte anhand eine Fotopräsentation die großen baulichen Mängel des Stadions deutlich. Nicht nur die hohen Instandhaltungskosten seinen ein Problem, auch der generelle Platzmangel in den Räumen der Geschäftsstelle würde für die Mitarbeiter zu erheblichen Problemen im organisatorischen Ablauf sorgen: „Um erfolgreich zu sein, müssen alle miteinander harmonieren, das ist nur auf einer guten Plattform möglich“, sagte der Architekt, der außerdem mit den Gerüchten aufräumte, dass ein Großteil der insgesamt 14,5 Millionen Euro an öffentlichen Geldern in VIP-Logen auf der Haupttribüne fließen würden. Bei der Aufschlüsselung der Gesamtkosten betonte der Architekt: „Die Logen schlagen mit 1,9 Millionen Euro zu Buche, das sind in etwa 18 Prozent“.
Auch Franz Matthies, Chef des Stadtsportbundes, hält einen Ausbau für unabdingbar: „Baut man das Stadion nicht, müssten dennoch mehrere Millionen Euro investiert werden, um die Veranstaltungtauglichkeit der Sportstätte aufrechtzuerhalten und DFB/DFL-Auflagen zu erfüllen: „Mit einem Ausbau ist man auch im Vergleich zu anderen Städten zukunftsorientiert aufgestellt“, sagte Matthies weiter.
Auch für Andreas Bräunlich (Hygia Lions) und Rita Girschikofsky (Niedersächsischer Leichtathletik-Verband) stellt sich ein Ausbau als einzig sinnvolle Maßnahme dar. Die NLV-Vertreterin verwies insbesondere auf die anstehende Bewerbung der Stadt für die Leichtathletik-Team-EM 2013: „Wir wollen hier keine goldenen Wasserhähne, sondern lediglich ein funktionsfähiges Stadion.“
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