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Effektiv und abgeklärt die Falcons zerlegt

Die Lions-Verteidiger Jacob Schridde (rechts) und Christian Petersen machen es für Kölns Mauro Domingos ganz deutlich: Hier ist kein Durchkommen. Foto: Thomas Ammerpohl

Football: Im Eiltempo haben die Lions ihre Punkte beim 44:0 gemacht

Von Daniel Beutler, 04.08.2013

Braunschweig. Saisonsieg Nummer neun war für die New Yorker Lions einer der leichten Sorte. Die 3678 Zuschauer sahen gestern Abend im Eintracht-Stadion einen ungefährdeten 44:0-Sieg gegen völlig überforderte Cologne Falcons.

Wenn die Lions den Ball nicht haben, können sie nicht punkten, und umso schneller das Spiel vorbei ist, umso besser – das wird die Taktik der Gäste gewesen sein. Also lief der Tabellenvorletzte meist mit dem Ball, damit die Uhr nicht stoppt. Gut 17 der effektiven 24 Minuten Spielzeit pro Halbzeit waren die Kölner vor der dem Pausenpfiff in Ballbesitz. Für mehr als Schadensbegrenzung war das aber nicht gut – zumindest noch im ersten Viertel.
Im zweiten Spielabschnitt zerlegten die Lions die Kölner wie ein japanischer Meisterkoch einen der giftigen Kugelfische. Präzise, abgeklärt, fehlerfrei und völlig von sich selbst überzeugt.
Vor dem 3:0 per 47-Yard-Fielgoal von Tobias Goebel hatten die Braunschweiger etwas mehr als vier Minuten den Ball in den Händen. Das 10:0 besorgte Tommi Pinta nach einem 15-Yard-Pass von Quarterback Casey Therriault ganze 27 Sekunden, nachdem die Lions in Ballbesitz kamen. Eine Minute später waren es gar nur drei Sekunden, einem haarsträubenden Fehler der Kölner beim Puntversuch wegen, ehe Ballträger David McCants aus einem Yard das 17:0 erlief. Sekunden vor der Halbzeit machte Passempfänger Dominic Hanselmann den Halbzeitstand klar. In 2:27 Minuten hatten die Braunschweiger mit neun Versuchen 90 Yards zurückgelegt. Der Extrapunktversuch ging schief, doch mit den 23 Punkten waren die Lions wieder auf der Autobahn zum Sieg.
Und sie blieben auf der linken Spur. Keine 40 Sekunden nach Wiederanpfiff sprintete Christian Bollmann über 60 Yards in die Falcons-Endzone. Das 30:0 und die Frage, ob die Lions die
56 Punkte aus dem Hinspiel toppen zu einem neuen Saisonrekord, blieb die das einzig Spannende am Spiel. So schlecht waren die Gäste, so gut die Lions.
Noch mal Bollmann und Runningback Sven Rosemann brachten das Leder-Ei zwar noch zweimal in die Endzone, aber mehr als die 44 Punkte kamen nicht mehr zustande. Jetzt konzentriert sich alles auf die nächste Woche. Beim Zweiten in Kiel geht es wohl schon um die Meisterschaft in der Nordgruppe der Bundesliga.
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