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Ebel: „Sind fast ohne Bankschulden“

Eintracht-Präsident stellt sich morgen zur Wiederwahl und hofft auf positive Entwicklung.

Braunschweig, 29.11.2009.

Kurz vor Eintrachts Jahreshauptversammlung stellte sich Präsident Sebastian Ebel den Fragen von nB-Mitarbeiter Elmar von Cramon.

?Wie blicken Sie auf die ersten beide Jahre ihrer Amtszeit als Eintracht-Präsident zurück und was motiviert sie, sich am Montag erneut zur Wahl zu stellen?

!In den vergangenen zwei Jahren waren wir sehr damit beschäftigt, professionelle Strukturen aufzubauen. Und dies vor dem Hintergrund knappster finanzieller Mittel. Mittlerweile sind wir fast bankschuldenfrei. Dank dessen und des nun entstandenen „Wir-Gefühls“ hoffe ich darauf, dass wir in der laufenden Saison weiter positiv überraschen können.

?Die Mannschaft hat zuletzt eindrucksvoll bewiesen, dass mit ihr zu rechnen ist. Wie sehen Sie den bisherigen Saisonverlauf?

!In der aktuellen Saison kann jeder jeden schlagen. Die Mannschaften liegen alle sehr eng zusammen. Unser Team hat dabei bewiesen, dass es zu einer Eintracht zusammengewachsen ist. Ein Spiel zu drehen, wie gegen Stuttgart II sowie der eindrucksvolle Sieg gegen Sandhausen, schafft nicht jede Mannschaft. So gesehen, bin ich positiv gestimmt. Aber ich weiß auch, dass man sich seine Unterstützung jeden Spieltag neu erarbeiten muss.

?Trotz größtenteils ansprechender Leistungen wurde Trainer Torsten Lieberknecht oft hart kritisiert, wie gehen Sie damit um?

!Torsten Lieberknecht hat nicht nur die nicht mehr erwartete Qualifikation für die 3. Liga geschafft, sondern bei unseren finanziellen Möglichkeiten – oder besser Nicht-Möglichkeiten – eine gute Mannschaft aufgebaut. Toll, wie sich die jungen Spieler entwickelt haben. Torsten lebt für diesen Verein. Gerade er steht für unser Nachwuchskonzept. Daher tut mir die eine oder andere undifferenzierte Kritik schon weh. Meine und unsere Aufgabe ist es, dem Trainerteam und der sportlichen Leitung den Ruecken freizuhalten.

?Wird der Verein bei anhaltend positiver Entwicklung im sportlichen Bereich das Saisonziel im Winter nach oben korrigieren?

!Ich denke nur von Spiel zu Spiel, habe aber auch großes Vertrauen in jeden einzelnen Spieler. So gesehen, halte ich mehr für möglich, sofern wir von Verletzungen und Pech verschont bleiben.

?Wirkt sich die derzeit gute Platzierung bereits positiv auf Sponsorengespräche aus?

!Wir haben eine tolle Unterstützung von unseren Sponsoren. Ohne deren jüngste Unterstützung gäbe es in Braunschweig keinen Profifußball mehr.

?Der finanzielle Sparkurs wurde vereinsseitig mehrfach als „alternativlos“ bezeichnet. Kann man dennoch mit Wintertransfers oder frühzeitigen Vertragsverlängerungen bei Führungsspielern rechnen?

!Wir haben in den vergangenen zwei Jahren mehrere Millionen operativen Verlust gemacht. Deshalb müssen wir jeden Euro dreimal umdrehen. Nicht zuletzt drücken uns hohe Infrastrukturkosten. Toll wäre es, wenn es schon im Winter gelänge, den einen oder anderen Spieler längerfristig an uns zu binden. Ich weiß, dass Marc Arnold an diesem Thema arbeitet. Neuverpflichtungen müssten zu 100% in das Mannschaftgefüge passen und extern finanziert werden.
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