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Ebel: „Neue Spieler müssen finanzierbar sein“

Fußball: Nach Senkung der Stadionmiete kann Eintracht in der neuen Saison ein ausgeglichenes Budget präsentieren.

Von Elmar von Cramon, 06.06.2010.


Braunschweig. Nach der Entscheidung der Stadt über die Stadionmiete, sprach die nB mit Eintracht-Präsident Sebastian Ebel.

?Die Stadionpacht wurde gesenkt, bleibt dabei kein fader Beigeschmack weil die Grundschüler leer ausgehen?

!Wir haben auf Basis vergleichbarer Mietpreise für Stadien in der 3. Liga, den von uns fristgerecht gekündigten Vertrag neu verhandelt. Mit dem erzielten Kompromiss sind wir in der Lage, nicht nur die wirtschaftlichen Anforderungen für den Erhalt der Lizenz zu erhalten, sondern auch die vielfältigen Aufgaben in der Jugend-, Nachwuchs- und Fanarbeit zu erfüllen. Dieser Arbeit fühlen wir uns besonders verpflichtet und sie wurde von uns in den vergangenen Monaten stark ausgeweitet. Da stimmt es mich traurig, dass durch die Verknüpfung mit einem anderen Thema der Eindruck entstanden sein könnte, wir würden uns zu Lasten anderer Gruppen, insbesondere der Kinder, bereichern

?Warum ist die Unterstützung eines Profiklubs mit öffentlichen Geldern grundsätzlich zu rechtfertigen?

!Wir werden nicht zusätzlich unterstützt. Die Stadionkosten unserer Konkurrenten sind bekannt. Auch nach der Neuverhandlung liegen wir mit den Kosten in der Spitzengruppe. Und sollte der Aufstieg in die 2. Liga gelingen, gibt es sogar eine deutliche Kostenerhöhung. Letztendlich werden die in den vergangenen Jahren gestiegenen Kosten wieder auf ein verträgliches Maß reduziert.

?Was bedeutet die Reduzierung der Pacht für den Verein?

!Neben der Absicherung des Lizenzerhalts können wir die von uns forcierten Aufgaben weit über den Profifußball hinaus fortführen. Wir sehen unsere zumeist ehrenamtliche Arbeit primär auch als soziale Verpflichtung an. Wer in den vergangenen Monaten erlebt hat, wie sich der Zusammenhalt im Umfeld der Eintracht entwickelte, wird sich mit uns darüber freuen.

?Durch den Verkauf der lebenslangen Dauerkarten stehen dem Verein erhebliche Mehreinnahmen zur Verfügung. Wofür wird dieses Geld verwendet?

!Nach Jahren hoher Verluste sind wir in der neuen Saison erstmals in der Lage, ein ausgeglichenes Budget zu präsentieren. Nur auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis entsteht dauerhafter sportlicher Erfolg. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der lebenslangen Dauerkarten konnten wir die Altschulden deutlich abbauen sowie auch Leistungsträger halten und neue junge Spieler für Eintracht gewinnen. Zudem sind wir dadurch in der Lage, dass die 2. Mannschaft, bei Qualifikation, in der Regionalliga spielen kann.

?Sind weitere Aktivitäten auf dem Transfermarkt zu erwarten?

!Wir haben vier junge und leistungsstarke Spieler neu verpflichtet, die in unser Konzept hineinpassen. Wir haben großes Vertrauen in unsere Mannschaft. Neuverpflichtungen müssen nicht nur finanzierbar sein, sondern auch sportlich passen.
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