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Eatherton und die Löwen schocken den Spitzenreiter

Scott Eatherton war unter dem Würzburger Korb mit fairen Mittel nur selten zu stoppen. Der US-Center erzielte mit 29 Punkten eine neue Karriere-Bestmarke. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Die Braunschweiger bezwingen Würzburg mit 73:71.

Von Christoph Matthies, 21.10.2017.

Braunschweig. Eine beeindruckende kämpferische Leistung, starke Nerven in der Schlussphase und ein dominanter Scott Eatherton waren die Zutaten für einen überraschenden 73:71-Triumph der Löwen-Basketballer gegen Würzburg. In der Volkswagenhalle bejubelten viele der 1900 Zuschauer den Sieg gegen den BBL-Tabellenführer noch lange nach Spielende.

„Wir sind kein Spitzenteam wie Bayern oder Bamberg“, räumte Würzburgs Trainer Dirk Bauermann nach der Partie ein. Bisher war seine Mannschaft allerdings so aufgetreten, hatte die genannten Topfavoriten auf den Titel sogar bezwungen. Nach fünf Siegen in Serie fanden die Franken erst in den Löwen ihren Meister.

Schon in der ersten Halbzeit hielten die Gastgeber gut dagegen, zeigten, dass gegen den Favoriten etwas gehen könnte. 34:34 stand es zur Pause. Richtig zufrieden war Löwen-Coach Frank Menz allerdings erst nach dem Seitenwechsel. „Wir sind richtig gut aus der Halbzeit gekommen, die physische und mentale Präsenz war eine komplett andere“, sagte der Basketballlehrer. Tatsächlich starteten die Löwen im dritten Viertel einen Lauf, der sie bis auf acht Punkte (45:37) davonziehen ließ.

Dennoch blieb die Partie bis zum Schluss spannend. Vor allem wegen Würzburgs Nationalspieler Robin Benzing, der auf 29 Punkte kam und in den letzten 48 Sekunden acht Punkte für die Franken erzielte. Der letzte Dreier allerdings, mit dem der 2,08 Meter lange Small Forward das Spiel für die Gäste hätte gewinnen können, landete nur auf dem Ring.

Überragender Mann der Partie war sowieso ein anderer: Löwen-Center Scott Eatherton wischte mit seinen Gegenspielern förmlich den Boden auf, kam auf 29 Punkte (neue persönliche Bestmarke) und elf Rebounds. Vor allem aber verteidigte der Amerikaner unter dem Korb bärenstark. „Wir waren zu weit weg, zu wenig aggressiv, zu wenig physisch“, bemängelte Bauermann, „so haben wir Eatherton ein Karriere-Spiel erlaubt.“ Für Löwen-Aufbauspieler Zygimantas Janavicius war der Sieg dagegen eine logische Folge für die harte Arbeit in den vergangenen Wochen. „Der Basketball-Gott lächelt heute mit uns“, freute sich der Litauer, der eine Minute vor Schluss einen unheimlich wichtigen Dreier zum 69:63 getroffen hatte, der die Löwen-Fans zum Toben brachte.

Trotz des Erfolges bleiben die Löwen mit nun zwei Siegen auf Rang 13 der BBL-Tabelle.

Für die Löwen punkteten: Eatherton 29 (11 Rebounds), Koné 12, Janavicius 11 (4 Assists), Bradley 10 (8 Rebounds), Lansdowne 5, Schwartz 3, Lagerpusch 2, Klepeisz 1, Morse.
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