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Durch das „Tal des Todes“ und über den Brockengipfel bis nach Torfhaus

Am Zoo in Stöckheim begann am vergangenen Samstag die 80-Kilometer-Wanderung von Braunschweig über den Brocken bis zum Torfhaus. Insgesamt 44 Teilnehmer, von denen einige später dazustießen, nahmen die Herausforderung für den guten Zweck an. oh

Bei der 80-Kilometer-Wanderung von Braunschweig in den Harz kamen 15 Teilnehmer ins Ziel.

Von Christoph Matthies, 02.09.2016.

Braunschweig. Immerhin 44 Wanderfreunde hatten sich am vergangenen Wochenende, dem vielleicht heißesten des Jahres, auf den Weg von Braunschweig nach Torfhaus im Harz gemacht. Bei der 80-Kilometer-Tour, die auch auf dem Gipfel des Brocken Station machte, kamen über 3000 Euro für den Verein „Be Your Own Hero“ zusammen. Dieser spendet die Summe an die Spezialambulanz der MHH für HIV-kranke Kinder.

Auch abgesehen vom erfreulichen Geldsegen für den guten Zweck ziehen die Organisatoren ein positives Fazit. „Die Premiere war ein voller Erfolg, und wir werden das im nächsten Jahr definitiv wiederholen“, sagt Veranstalter Patrick Krüger von der Fit-and-Fight-Academy in Braunschweig. Dann soll auch die Marke von 80 Teilnehmern, die in diesem Jahr noch nicht erreicht wurde, geknackt werden.

Heißes Warnetal

Was Teilnehmer Robert Welke, im „echten Leben“ Verkaufsleiter im Autohaus Holzberg, über die Wanderung erzählt, macht tatsächlich Lust auf mehr – auch wenn es eine „Höllentour“ gewesen sei, wie der 32-Jährige einräumt. Nach dem Start am Samstagmorgen in Stöckheim wurde zunächst Wolfenbüttel gestreift, dann ging es durch den schönen (und schattigen!) Oderwald. Die erste echte Prüfung für Körper und Geist wartete hinter Werla-burgdorf. „Das Warnetal nenne ich nur noch das ’Tal des Todes‘“, sagt Welke über die Gegend, wo sengende Hitze und pralle Sonne die Wanderer empfing.

Wer in Bad Harzburg, nach rund 55 Kilometern, aufgab, verpasste den atmosphärischsten Streckenabschnitt: in finsterer Nacht vom Burgberg über die Eckertalsperre zum Brocken. „Ohne Stirnlampe hättest du die Hand vor Augen nicht gesehen“, erzählt Welke, an dessen Füßen sich in Bad Harzburg die ersten Blasen bemerkbar machten.

Endstation Torfhaus

Auf dem Kolonnenweg bis zum Brockengipfel musste dann auch noch das schwere Versorgungsfahrrad von den müden Wanderern geschoben werden. Eine kollektive Aufgabe mit Teambuilding-Effekt, wie sich Krüger erinnert: „Es ist schon unglaublich, wie so ein Trip eine Gruppe zusammenschweißen kann.“

Nach fast 24 Stunden hatten auch die letzten der insgesamt 15 Wanderer, die es ins Ziel schafften, die finale Etappe vom Brocken zum Torfhaus gemeistert – darunter auch ein glücklicher, aber erschöpfter Robert Welke. „Gib mir noch eine Woche zum Überlegen“, antwortet er auf die Frage, ob er auch nächstes Jahr dabei sein wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich die Brocken-Tour 2017 entgehen lässt, dürfte aber gering sein. Einen ausführlichen Bericht der Tour 2016 gibt es auf www.fitandfight-bs.de.
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