Anzeige

„Dürfen nicht ins offene Messer rennen“

Starren im Hinspiel gebannt auf den Ball: (v.l.) Benjamin Kessel, Fabian Johnson, Roberto Firmino, Marc Pfitzner. Foto: Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht muss am Sonnabend (15.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim unbedingt gewinnen.

Von Elmar von Cramon, 07.05.2014.

Braunschweig. Im letzten Saisonspiel geht es für Eintrachts Erstliga-Fußballer um alles: Gewinnt die Mannschaft von Torsten Lieberknecht am Sonnabend (Anstoß 15.30 Uhr) ihre Auswärtspartie bei der TSG Hoffenheim, könnte sich der Traum, den Relegationsplatz zu erreichen, doch noch erfüllen.

Voraussetzung wäre allerdings eine Niederlage des HSV (in Mainz) und höchstens ein Remis von Nürnberg (bei Schalke 04).
„Wir haben eine unglaublich intensive Partie von zwei Mannschaften gesehen, die sich nichts geschenkt haben“, blickt der Eintracht-Coach auf die Last-Minute-Niederlage gegen Augsburg zurück. Die Art und Weise, wie seine Mannschaft gegen den Europaleague-Aspiranten zu Werke gegangen war, veranlasst ihn dennoch, die anstehende Aufgabe mit Optimismus anzugehen.
„Wenn es Gerechtigkeit gibt, wenn man eine Saison verfolgt und vielleicht auch ein bisschen romantisch ist, sind wir es, die es verdient haben. Wir haben unglaubliche Leidenschaft gezeigt, uns in aussichtslosen Situationen gewehrt und Punches gesetzt, mit denen keiner gerechnet hat“, ist Lieberknecht stolz auf seine Mannschaft. Bereits vor Monaten hatte er prophezeit, dass die Entscheidung um den Abstieg erst am letzten Spieltag fallen würde, was nun eintritt: „Jeder einzelne Spieler, der aus der 3. Liga kam und jetzt in der 1. Liga spielen darf, hat sich unglaublich entwickelt. Auch wenn man sieht, wie sich der Verein in der 1. Liga präsentiert hat, kann man verstehen, warum viele Leute in Deutschland Sympathien für uns hegen und die Daumen drücken.“
Dem Gegner begegnet der 40-Jährige mit äußerstem Respekt: „Das Umschaltspiel ist noch einen Tick stärker als beim FC Augsburg, der das schon sensationell macht. Wir müssen ein Spiel zeigen, das uns hilft, zu gewinnen, dürfen der TSG Hoffenheim aber nicht ins offene Messer rennen.“
Das Stadion in Hoffenheim ist mit 30 150 Zuschauern ausverkauft, wie schon in Berlin werden erneut mehrere Tausend Fans der Blau-Gelben ihre Mannschaft unterstützen: „Wir möchten nachher sagen können, dass wir die Chance auf die Relegation mit einem Sieg aufrechterhalten haben“, will Lieberknecht die Fans nicht enttäuschen.
Verzichten müssen die Blau-Gelben immer noch auf Gianluca Korte und Jan Washausen. Bangen muss der Eintracht-Trainer auch um den gegen Augsburg ausgefallenen Omar Elabdellaoui, der über Leistenprobleme klagt und eventuell sogar operiert werden muss. Momentan kürzer treten muss auch Marco Caligiuri, den eine Erkältung plagt.
Für die Relegation droht außerdem mehreren Eintracht-Spieler eine Gelbsperre: Mit Jan Hochscheidt, Benjamin Kessel, Kevin Kratz, Domi Kumbela, Marc Pfitzner und Ken Reichel haben sechs Akteure bereits vier Gelbe Karten auf dem Konto.
So könnten sie spielen: Davari - Reichel, Correia, Bicakcic, Kessel - Boland, Kratz - Hochscheidt (Khelifi), Bellarabi - Kumbela(Ademi), Nielsen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.