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Duell um Titel in der Frauenfußball-Bundesliga geht weiter

VfL-Niederlage gegen Olympique Lyon: Pernille Harder gegen Kadeisha Buchanan. Foto: regios24

3:0-Erfolg der „Wölfinnen“ beim MSV Duisburg gibt Selbstvertrauen fürs Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Olympique Lyon.

Wolfsburg, 29.03.2017.

Das Fernduell im Titelrennen der Frauenfußball-Bundesliga geht weiter: Sowohl Spitzenreiter Turbine Potsdam (1:0 beim SC Sand) als auch Verfolger VfL Wolfsburg (3:0 beim MSV Duisburg) gaben sich in der Fremde keine Blöße und setzen ihren Zweikampf somit fort.

Vor allem für die „Wölfinnen“ war dieser Sieg wichtig, um noch einmal Selbstvertrauen fürs Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Olympique Lyon zu tanken. Denn wenn die Partie um 20.45 Uhr angepfiffen wird – Eurosport überträgt das Spiel live im Fernsehen – dann muss das Team von Trainer Ralf Kellermann einen 0:2-Rückstand wettmachen.

3705 Zuschauer im AOK Stadion – ein neuer Rekord im „Wohnzimmer“ der VfL-Frauen – sahen ein hochklassiges Duell, in dem den Wolfsburgerinnen das nötige Quäntchen Glück fehlte. Camille Abily (62) und Dzenifer Marozsan (74.) erzielten die Treffer für den Gast aus Frankreich. „Es war vorher klar, dass Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen würden. Insgesamt war es eine richtig gute Partie von beiden Mannschaften. Wir waren am Limit und sind an der eigenen Chancenverwertung gescheitert sowie an Lyons Effektivität“, fasste VfL-Coach Kellermann zusammen.

Die passende Antwort auf die Niederlage auf internationaler Ebene gaben die „Wölfinnen“ auf der Bundesliga-Bühne mit dem 3:0 (0:0)-Erfolg in Duisburg. Ewa Pajor (71.), Emily van Egmond (80.) und Caroline Hansen (84.) vom Elfmeterpunkt markierten die Treffer für die Gäste, die nach dem Lyon-Spiel gleich auf fünf Positionen umgestellt hatten.

Nach einer Nullnummer zur Pause gab es in Durchgang zwei Einbahnstraßen-Fußball zu sehen: Allerdings musste sich der VfL bis zur 71. Minute gedulden, ehe Ewa Pajor nach toller Vorarbeit von Caroline Hansen das längst überfällige 1:0 erzielte. Per Kopf erhöhte Emily van Egmond, ehe Caroline Hansen noch einen Handelfmeter zum Endstand verwandelte.

„Wir waren in der Pflicht, oben dranzubleiben, und sind mit dem souveränen Sieg daher sehr zufrieden. Wenn man auf unser Programm der letzten Wochen blickt, dann fährt man mit großem Respekt nach Duisburg. Der MSV hat es uns dann auch sehr schwer gemacht. Außerdem waren wir etwas träge und schläfrig zu Beginn“, meinte Ralf Kellermann, dessen Team sich nach der Pause klar steigerte. Diesen Schwung wollen die „Wölfinnen“ nun mit nach Lyon nehmen, um dort noch für eine kleine Sensation zu sorgen.

Positives gibt es bei den VfL-Frauen auch im personellen Bereich zu vermelden: Nationalspielerin Anna Blässe verlängerte ihren im Sommer 2017 auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2019. Torfrau Merle Frohms bleibt für ein weiteres Jahr bis Sommer 2018 Wolfsburgerin.
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