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„Du musst die Lücke finden“

Will auch gegen Kaiserslautern den Ball behaupten: Eintrachts Ken Reichel (r.). Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Montag Traditionsduell gegen den 1. FC Kaiserslautern – Biada fällt aus.

Von Elmar von Cramon, 14.10.2016.

Braunschweig. Im Traditionsduell zwischen Eintracht und dem 1. FC Kaiserslautern begegneten sich beide Teams zuletzt häufig als Tabellennachbarn. Beim Aufeinandertreffen am kommenden Montag um 20.15 Uhr im Eintracht-Stadion ergibt sich hingegen ein anderes Bild. Während die Blau-Gelben von der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga grüßen, ging der Saisonstart bei den personell runderneuerten Gästen gründlich daneben. Nach nur einem Sieg in acht Spielen rangiert der FCK kurz vor dem Tabellenende auf dem Relegationsplatz und steht bei den Löwen gehörig unter Druck, ein Erfolgserlebnis einzufahren.

Trotz der prekären Lage sieht Torsten Lieberknecht seinen ehemaligen Verein nicht unbedingt in der schlechteren Ausgangsposition. Möglicherweise kommt die eindeutige Rollenverteilung dem FCK sogar entgegen: „Sie wissen auch, wer der Favorit ist, das sind wir. Dennoch haben sie nichts zu verlieren, außer im Falle einer Niederlage weiterhin unter drin zu bleiben.“ Der 43-Jährige möchte die Lauterer, denen er „Mentalität und Spielstärke“ bescheinigt, keineswegs aufgrund des Tabellenstandes beurteilt wissen: „Der schwierige Saisonstart macht sie nicht schlechter. Das ist eine interessante Mannschaft mit mehr als guten Spielern drin.“
Auch die Favoritenrolle seiner eigenen Elf sieht er nicht als Bürde an: „Davon lassen wir uns nicht beeinflussen.“ In jedem Fall erwartet der Fußball-Lehrer eine Partie, bei der das Warten auf das erste Tor seiner Mannschaft ein wenig dauern könnte: „Du musst die Lücke finden. Für die Mannschaft ist es wichtig, geduldig und zielgerichtet Druck aufzubauen.“
Nik Omladic kam nach seinem zweiten Länderspieleinsatz am Dienstag gegen England als letzter der abgestellten Nationalspieler nach Braunschweig zurück und ist ebenso wie Christoffer Nyman, Salim Khelifi und Philip Tietz einsatzfähig. Neu im Lazarett ist allerdings Julius Biada, der in der Wochenmitte einen Muskelfaserriss erlitt und mehrere Wochen ausfallen wird. Auch Phil Ofosu-Ayeh (Achillessehnenbeschwerden) steht neben Suleiman Abdullahi (Reha nach Meniskus-OP) nicht zur Verfügung.
Sollten die Löwen am Montag gegen den FCK gewinnen, wäre das der erste Sieg gegen die „Roten Teufel“ seit 2003. Damals bestritt Lieberknecht sein erstes Spiel für die Löwen, die als Zweitligaabsteiger den damaligen Bundesligisten sensationell mit 4:1 im DFB-Pokal besiegten.
Er selbst hatte beim FCK seine ersten Schritte im Profifußball gemacht und zwischen 1992 und 1994 13 Bundesligaspiele bestritten, in denen ihm ein Tor gelang. Zuvor hatte er den Club 1992 als Mannschaftskapitän zur deutschen A-Jugendmeisterschaft geführt.
Trotz der eigenen Vergangenheit im FCK-Dress und der Nähe zu seiner pfälzischen Heimat wünscht er den Lauterern erst nach dem Aufeinandertreffen am Montag, wieder auf die Erfolgsspur zurückzukehren: „Es freut mich, wenn sie wieder weiter nach oben kommen. Jetzt kommt aber erst mal der Montag und da würde ich mich freuen, wenn wir gewinnen.“
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Correia (Baffo) - Schönfeld, Moll - Khelifi (Hernandez), Omladic (Hochscheidt) - Kumbela, Nyman.
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