Anzeige

„Drei-Punkte-Regel belohnt Siege“

Zweikampf: Eintrachts Suleiman Abdullahi gegen Henri Weigelt (Bielefeld). Foto: imago

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht am Samstag gegen Nürnberg – Transfermarkt wird sondiert.

Von Elmar von Cramon, 23.11.2017.

Braunschweig. Nur knapp verpassten Eintrachts Zweitliga-Fußballer am Freitagabend in Bielefeld den ersten Auswärtssieg der Saison. Zwar endete der Trip nach Bielefeld nicht wie in der Vorsaison mit einer Niederlage, ärgerlich war das 2:2 aufgrund des Last-Minute-Gegentreffers aber dennoch. In der aktuellen Runde sind die Löwen inzwischen beim neunten Remis angekommen und wollen im bevorstehenden Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Samstag, 13 Uhr) endlich wieder über drei Zähler jubeln.

„Gegen Darmstadt war das Glück auf unserer Seite, diesmal haben wir Pech gehabt. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, deshalb wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen“, erklärt Marc Arnold in Bezug auf die Partie bei den Ostwestfalen. Zwar hielt die Serie von nunmehr fünf Spielen ohne Niederlage, gleichzeitig bekommen die Blau-Gelben momentan aber die Tücken der Drei-Punkte-Regel zu spüren und kommen einfach nicht vom Fleck. „Wir merken natürlich, dass die Regel Siege belohnt“, so der 47-Jährige.
Nutznießer davon waren zuletzt der FC Ingolstadt (fünf Siege hintereinander) und der MSV Duisburg (drei Siege, zwei Remis) denen es gelang, sich in der Tabelle vor Eintracht zu schieben, obwohl beide Teams vor Wochen noch zu den „Kellerkindern“ gezählt hatten. Rechenspiele wollen die Löwen trotzdem nicht anstellen, wichtiger ist für Arnold wie die Mannschaft sich auf dem Platz präsentiert: „Die Jungs zeigen ordentliche Leistungen, der kollektive Jubel nach dem Ausgleich gegen Darmstadt hat außerdem unseren Zusammenhalt gezeigt.“
Mit dem 1. FC Nürnberg gastiert nun ein „Hochkaräter“ an der Hamburger Straße, der in den vergangenen Spielen aber die Gelegenheit verpasste, in die Aufstiegszone vorzupreschen. „Sie haben zwischendurch immer wieder Serien hingelegt, müssen sich nach drei sieglosen Spielen aber erst mal wieder zurechtfinden“, weiß Arnold. Ein Sieg könnte die Löwen bis auf zwei Zähler an die Franken heranrücken lassen und die Tabellensituation vor der Winterpause weiter verbessern.
Dann werden sich die Blau-Gelben wieder auf dem Transfermarkt umschauen, um angesichts der Langzeitverletzten Mirko Boland, Domi Kumbela und Joe Baffo Verstärkung an Land zu ziehen.
Eine bestimmte Position hat der Verein dabei nicht im Auge, vielmehr soll der Markt „ergebnisoffen“ nach interessanten Spielern sondiert werden. „Im Winter gibt es immer wieder Konstellationen, die man im Sommer nicht vorfindet“, erklärt Arnold und verweist auf die kürzlich beendete Ganzjahressaison in skandinavischen Ländern oder auf Akteure, denen andernorts der Durchbruch verwehrt geblieben ist. Dies trifft auch auf Marvin Stefaniak zu, der nach seinem Wechsel von Dynamo Dresden zum VfL Wolfsburg lediglich in der U23 zum Einsatz gekommen ist. Den Wolfsburgern, bei denen der 22-Jährige bis 2022 unter Vertrag steht, schwebt nach derzeitigem Stand lediglich ein Leihgeschäft vor, während Eintracht, so Arnold, auf der Suche nach perspektivischer Verstärkung ist: „Das ist ein interessanter Spieler, der in Dresden eine tolle Entwicklung genommen hat. Ob er auch für uns interessant ist, weiß ich nicht.“ Der Flügelspieler hatte sich bei den Sachsen vor allem als Torvorbereiter hervorgetan.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.