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Domi Kumbela verlässt Eintracht

Verlässt die Blau-Gelben: Domi Kumbela. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Matthias Henn und Jan Washausen haben Einjahresverträge unterzeichnet.

Von Elmar von Cramon, 31.05.2014.

Braunschweig. Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig hat weitere Personalentscheidungen getroffen: Matthias Henn und Jan Washausen unterzeichneten für die kommende Saison Einjahresverträge. Nicht mehr für die Löwen auflaufen wird hingegen Domi Kumbela, der sich in den Verhandlungen mit dem Verein nicht über eine weitere Zusammenarbeit verständigen konnte. Kurz zuvor hatte Eintrachts scheidender Keeper Daniel Davari bei Grasshoppers Zürich unterschrieben.

„Wir hätten weiterhin gerne mit Domi zusammengearbeitet, sind aber auch dafür bekannt, dass wir in wirtschaftlichen Dingen konsequent bleiben“, kommentiert Marc Arnold den Abschied des 30-Jährigen, dessen finanzielle Forderungen der Verein nicht erfüllen wollte. Schon im Vorjahr hatten sich die Vertragsparteien nicht auf ein Zweitligagehalt verständigen können, weshalb der bis 2016 laufende Kontrakt nur für die Bundesliga Gültigkeit besessen hätte.
Persönlich hat Arnold durchaus Verständnis dafür, dass Kumbela nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten handelt: „Er ist jetzt 30 und wird vermutlich seinen letzten Vertrag unterschreiben.“ Außerdem verweist der sportliche Leiter des Vereins auch auf die Risiken, die eine zweigleisige Vertragsverlängerung mit sich gebracht hätte: „Andere Klubs mussten ihre Spieler dann teilweise loswerden, weil die Gehälter in der zweiten Liga nicht mehr finanzierbar waren.“
So hatte der 1. FC Köln vor zwei Jahren große Mühe, seinen Topverdiener Milivoje Novakovic an den Mann zu bringen. Der Slowene wurde für 18 Monate nach Japan ausgeliehen, bevor er sich im vergangenen Januar von den Domstädtern endlich zu einer Vertragsauflösung bewegen ließ. Zudem sieht Arnold nun die Chance für Akteure wie Orhan Ademi gekommen, der bislang im Schatten Kumbelas stand: „So ein Abschied macht immer den Weg für andere frei.“
Erfreut zeigt er sich über die Tatsache, dass Matthias Henn und Jan Washausen weiterhin für die Blau-Gelben auflaufen werden: Beide Akteure stehen bereits seit 2007 bei Eintracht unter Vertrag und absolvierten in der vergangenen Spielzeit jeweils zwei Bundesliga-Spiele: „Matze ist jemand, der die Trainingsintensität hochhält, immer da ist, wenn man ihn braucht, und sich zu 100 Prozent mit dem Verein identifiziert. Auch wenn er nicht so oft auf dem Platz stand, zählen wir ihn zu den Führungsspielern“, erklärt Arnold zur Verlängerung von Henn und erhofft sich von Washausen (Reha nach Kreuzbandriss) eine schnelle Rückkehr auf den Rasen: „Wir erwarten uns sportlich noch einiges von ihm und wollten ihm mit der Verlängerung eine gewisse Sicherheit nach seiner Verletzung geben.“
Noch offen ist, wie es mit Damir Vrancic und Deniz Dogan weitergeht: „Es wird spekuliert, obwohl die Dinge noch nicht entschieden sind“, wundert sich Arnold und kündigt für die nächste Woche abschließende Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit den beiden Routiniers an.
Noch keine Entscheidung ist bei Omar Elabdellaoui gefallen, der über norwegische Medien von einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag berichtet hatte: „Wir befinden uns in Gesprächen, ich hoffe, dass er bei uns bleibt“, so Arnold.
In Sachen Neuzugänge befinden sich die Verantwortlichen in Gesprächen, zum Trainingsauftakt sollen die ersten Neuen spätestens dabei sein. Vornehmlich für das zentrale Mittelfeld und im Sturm will der Verein dann Akteure mit „Entwicklungspotenzial“ präsentieren: „Anders als vor der letzten Zweitligasaison werden aber keine Oberligaspieler dabei sein“, so der 43-Jährige.
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