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Diese Löwen machen Spaß

Gegen Würzburg hat Scott Eatherton (hier mit Kresimir Loncar) auch defensiv eine ganz starke Leistung gezeigt. Foto: Hübner

Der Basketball-Bundesligist kämpft auch um die Gunst der Zuschauer.

Von Christoph Matthies, 24.10.2017.

Braunschweig. Es gibt Basketballspiele, die haben einfach mehr Publikum verdient. Der 73:71-Sieg der Löwen gegen Tabellenführer Würzburg war so eines: Ein Underdog, der den Spitzenreiter schlägt, und das in einer dramatischen Schlussphase, in der sich Würzburgs Nationalspieler Robin Benzing mit allem, was er hat, aber letztlich vergeblich gegen die Niederlage stemmt. Besser geht’s eigentlich kaum. Das Haar in der Suppe war wieder einmal die Zuschauerzahl, nur 1900 Menschen verirrten sich in die Volkswagenhalle.

Mit 29 Punkten und elf Rebounds war Scott Eatherton erneut der Mann des Tages beim Dreizehnten der BBL. Der US-Center liegt momentan sowohl in Punkten (16,8) als auch bei den Rebounds (7,8) auf Rang vier der Liga, bei den Blocks (2,2) gar auf Rang zwei. Damit dürfte es sich bei dem 25-Jährigen um den dominantesten Braunschweiger Big Man seit Marcus Goree handeln. Eatherton allein ist derzeit das Eintrittsgeld wert. Auch der Rest des Teams spielt gut, von der notorischen Wurfschwäche zum Saisonstart einmal abgesehen.

Dennoch: Noch nie seit dem Umzug in die Volkswagenhalle im Jahr 2000 hatten die Löwen in vier Partien weniger Besucher in ihrer Arena begrüßen dürfen, 2087 waren es bisher im Schnitt. Das ist der schlechteste Wert der Liga. Auf Sebastian Schmidt, den neuen Geschäftsführer, wartet also viel Arbeit.

„Aber die Zuschauer, die in den vergangenen Wochen da waren, waren sensationell“, lobt Schmidt die Stimmung in der Halle. Man kann heute bereits feststellen, dass sich die künstliche Verkleinerung der Arena (Kapazität: 3600 statt 6100 Zuschauer) ausgezahlt hat. Trotz der Minuskulissen war die Atmosphäre in der engeren Spielstätte dichter als in den vergangenen Jahren.

Und der Geschäftsführer sieht bessere Zeiten kommen. „Wir haben jetzt zum Start in gut einem Monat fünf Heimspiele“, kennt Schmidt eine der Ursachen für den schwachen Kartenverkauf. Da jedes Spiel mitzunehmen, kann für Fans, gerade auch für Familien, teuer werden. Doch nach den englischen Wochen zu Beginn normalisiert sich der Spielplan, das nächste Heimspiel steht erst am Samstag in zehn Tagen an. Da kommt mit Bamberg ein veritabler Publikumsmagnet. Schüler und Studenten dürfen sich gegen den Meister auf Tickets ab fünf Euro freuen.

Erstmals in dieser Saison sollte die 3000er-Marke angepeilt werden. Der Sieg gegen Würzburg jedenfalls war beste Werbung.
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