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Die „Wölfe“ haben Leidenschaft und Moral bewiesen

Dreifacher Torschütze: Mario Gomez gegen Benjamin Henrichs und Charles Aranguiz. Foto: regios24

1. Fußball-Bundesliga: Wolfsburg spielt 3:3 bei Bayer Leverkusen – Mario Gomez setzt seine persönliche Jonker-Serie mit drei Toren fort.

Wolfsburg, 04.04.2017.

Ja, Abstiegskampf kann auch Spaß machen! Das jedenfalls traf auf das verrückte 3:3 (0:1)-Unentschieden des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg bei Bayer Leverkusen zu. In einem Duell, das für beide Seiten gleichermaßen wichtig war im Kampf um den Klassenerhalt.

Der Hamburger SV hatte einen späten 2:1-Sieg gegen Köln vorgelegt, Werder Bremen sich mit dem 5:2-Erfolg in Freiburg etwas Luft verschafft – keine Frage, die Ergebnisse der Konkurrenz hatten den Druck erhöht auf den VfL und eben auch auf Bayer. Ein Druck, mit dem die „Wölfe“ zunächst besser zurechtkamen.
Das Team von VfL-Coach Andries Jonker, der sich vor der Partie auf Koen Casteels als neue Nummer 1 festgelegt hatte, hatte das Geschehen in Durchgang eins lange Zeit im Griff und auch die besseren Möglichkeiten.

Gejubelt wurde aber auf der anderen Seite: Charles Aranguiz flankte auf den zweiten Pfosten, wo Karim Bellarabi völlig freistand, und der Ex-Braunschweiger markierte mit einer Direktabnahme die unerwartete 1:0-Führung (40.) für die Leverkusener. Ein ähnliches Bild gab es zunächst auch in Hälfte zwei: Der VfL setzte die offensiven Akzente. Nach einem tollen Pass von Vieirinha tauchte Mario Gomez frei vor Bernd Leno auf, der mit einer Hand noch an das Leder kam, und Aranguiz kratzte den Ball gerade noch von der Linie – das hätte das 1:1 (53.) sein müssen. Auf der Gegenseite erwiesen sich die Leverkusener als extrem effizient: Einen Hilbert-Freistoß verlängerte Kai Havertz auf den zweiten Pfosten, wo Kevin Volland (65.) den Ball nur noch zum 2:0 über die Linie zu drücken brauchte.
Die Entscheidung? Mitnichten! Die „Wölfe“ bewiesen Leidenschaft und Moral – und durften sich einmal mehr auf den Torriecher von Mario Gomez verlassen. Der Nationalstürmer setzte seine persönliche Jonker-Serie fort und traf – wie immer eben, wenn der Chefcoach Andries Jonker heißt. Flanke Kuba, Kopfball Gomez: Es hieß nur noch 1:2. Und nur 135 Sekunden später bewies Gomez erneut Köpfchen, als er eine Arnold-Ecke zum Ausgleich in die Maschen wuchtete.

Und es sollte noch verrückter, noch turbulenter werden in der BayArena: Nach einem Zweikampf zwischen Benjamin Henrichs und Kuba zeigte Schiedsrichter Aytekin auf den ominösen Punkt. Mario Gomez übernahm Verantwortung, verwandelte den Strafstoß zum 3:2 (87.) – der Hattrick, bereits sein zwölftes Saisontor.

Zum Sieg reichte es für den VfL dennoch nicht, denn eine Patrone hatte Leverkusen noch im Lauf: Bellarabi legte auf, Havertz traf mit einer trockenen Direktabnahme zum 3:3-Ausgleich (89.) – der Endstand!

„Wir sind nach Leverkusen gefahren mit der Überzeugung und dem Plan, hier zu punkten. Das haben wir in der ersten Halbzeit auch gezeigt und das Spiel im Griff gehabt“, sagte Andries Jonker. Und der VfL-Chefcoach fügte hinzu: „Auch nach dem 0:2 hatte ich das Gefühl, dass hier etwas geht und wir einfach weitermachen müssen. Das Gefühl hatten die Jungs auch.“ Nach dem 3:2 hätte sein Team auch drei Punkte mitnehmen können. „Durch einen Fehler haben wir dann noch den Ausgleich kassiert. Insgesamt müssen wir bei einem Zwei-Tore-Rückstand mit dem Spielverlauf zufrieden sein, aber über das gesamte Spiel gesehen, war da mehr drin“, fasste Jonker zusammen, unter dem die „Wölfe“ weiter ungeschlagen bleiben.
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