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Die VW-Halle ist endlich wieder eine Festung

Dass Keaton Grant nicht für das Allstar-Spiel nominiert wurde, hat nicht nur Löwen-Trainer Raoul Korner irritiert. Am Sonntag dürfte der 29-Jährige dementsprechend motiviert auftreten. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) gegen Tübingen.

Von Christoph Matthies, 11.12.2015.

Braunschweig. Vier Heimspiele in Folge konnten die Löwen-Basketballer zuletzt für sich entscheiden. Gegen den Tabellenvierzehnten aus Tübingen am Sonntag (17 Uhr) soll nun der fünfte Sieg in der Volkswagenhalle gelingen – und der Playoff-Platz weiter gefestigt werden.

Dass die Braunschweiger in dieser Saison keinen BBL-Allstar in ihren Reihen haben, ist nach dem bisherigen Saisonverlauf unverständlich. Nach der Nominierung der Bankspieler durch die Trainer Denis Wucherer und Andrea Trinchieri am Dienstag konnte sich Löwen-Cheftrainer Raoul Korner einen bissigen Facebook-Kommentar nicht verkneifen. „Bei allem Respekt für jeden, der dabei ist: Mir fehlt die Fantasie, einen Kyle Fogg (von den Eisbären Bremerhaven; die Red.) vor Keaton Grant oder Vaughn Duggins zu sehen“, erläutert der Wiener gegenüber der nB. „Das ist für mich absurd.“ Eine legitime Meinungsäußerung, blickt man auf die Situation der Teams und die Leistungen und Rollen der genannten Spieler.

Überrascht von der Nicht-Nominierung seines Mitspielers Keaton Grant, mit über 18 Punkten immerhin Topscorer der Bundesliga, war auch Löwen-Forward Tyrone Nash. „Ich habe mich gefragt, ob Bambergs Trainer die Spieler blind ausgesucht hat“, äußert Nash sein Unverständnis über die Entscheidung. Und betont gleichzeitig, dass der Übergangene selbst keine große Sache daraus mache: „Keaton scheint das nicht wirklich zu tangieren – oder er kann es gut verbergen.“

Für Nash ist die Partie gegen die Tigers Tübingen ebenso wie für Guard Nico Simon und Center Kenny Frease ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Drei Jahre spielte Nash für die Schwaben unter Trainer Igor Perovic, ehe er die BBL im Sommer 2014 verließ. Pünktlich zum Duell mit dem Ex-Team ist Nash offensichtlich in bester Verfassung, beim Sieg gegen den MBC am vergangenen Sonntag legte er 26 Punkte auf.

Die Gäste aus Tübingen sind in dieser Saison natürlich ein ganz anderes Team als in der vorletzten Spielzeit. Eine Konstante – neben dem Trainer – ist BBL-Routinier Alexander Nadjfeji. „Ich habe täglich im Training gegen ihn gespielt. Und allein dadurch, ihm zuzusehen, habe ich unheimlich viel gelernt“, äußert Nash allerhöchsten Respekt vor dem 39-jährigen Power Forward.

Ein anderer Tübinger, den die Löwen unter Kontrolle kriegen wollen, ist Jared Jordan. Der nachverpflichtete Ex-Bonner ist erneut der überragende Assistgeber (12,5) der Bundesliga.
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