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Die Talentschmiede peilt den Klassenerhalt an

Basketball-Zweitligist Spot Up Medien Baskets startet am kommenden Wochenende mit einer jungen Mannschaft in die ProB-Saison.

Von Christoph Matthies, 19.09.2010.

Braunschweig. Es weht immer ein Hauch von Nostalgie über die Zuschauerränge der Sporthalle Alte Waage, wenn Liviu Calin an der Seitenlinie dirigiert, schimpft, Anweisungen gibt. Seit 1991 arbeitet der Basketballlehrer in Braunschweig, viele Fans verbinden ihre ersten Erinnerungen an die Sportart mit der in die Jahre gekommenen Halle und dem rumänischen Trainerfuchs.

Mehrere hundert Zuschauer besuchen regelmäßig die Heimspiele der Spot Up Medien Baskets, die in der Zweiten Liga ProB – de facto Deutschlands dritthöchste Spielklasse – um Punkte kämpfen. Und das, obwohl es alljährlich gegen den Abstieg geht. Cheftrainer Calin sieht seine Mannschaft vor allem als Talentschmiede. Elf der insgesamt 18 versammelten Basketballer sind jünger als 20 Jahre, ohne Co-Trainer Didier Njoya, der ab und zu auf dem Feld aushilft, liegt das Durchschnittsalter bei gerade einmal 19 Jahren.
Trotz der jungen Mannschaft ist der Übungsleiter im Hinblick auf das Saisonziel guter Dinge: „Ich bin optimistischer als vergangenes Jahr, was den Kampf gegen den Abstieg betrifft“, verrät Calin, der am gestrigen Sonnabend seinen 57. Geburtstag feiern konnte. Diese Einschätzung überrascht, haben doch mit Philipp Friedel, Michael Fleischmann und dem Amerikaner Lee Roberts drei wichtige Stützen des Teams die Löwenstadt verlassen. Neben letztjährigen Leistungsträgern wie Philip Noch und Jusuf El-Domiaty sollen vor allem der neue Playmaker Milan Obradovic und Danny Campbell, Neuzugang auf der Position des Shooting Guards, für geordneten Spielaufbau und die nötigen Punkte sorgen. „Wir haben einen Spieler gesucht, der werfen kann und sehr aggressiv zum Korb zieht. Den haben wir mit Danny gefunden“, hofft der Coach, dass der 22-jährige US-Amerikaner an seine beeindruckenden Vorstellungen aus der Vorbereitung anknüpfen kann.
Doch nicht nur das Team der SUM Baskets, sondern auch die Liga hat sich verändert. So wird die ProB in der kommenden Saison unterteilt in Nord- und Südgruppe à zwölf Teams ausgetragen, über Auf- und Abstieg wird via Playoffs und „Play-Downs“ entschieden. Ein Platz unter den ersten Acht ist also das primäre Saisonziel, um einem direkten Abstiegsvergleich mit einem der stärker einzuschätzenden Südligisten aus dem Weg zu gehen.
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