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Die Siegesserie ist gestoppt

VfL-Spielerin Nilla Fischer. Foto: regios24/Sebastian Priebe

Fußball-Bundesliga: VfL-Frauen spielen 2:2 gegen Turbine Potsdam.

Wolfsburg, 17.10.2017.

Die Siegesserie von Double-Gewinner VfL Wolfsburg in der Frauenfußball-Bundesliga ist gestoppt. Ex-Meister Turbine Potsdam trotzte dem VfL in der AOK Arena am fünften Spieltag ein 2:2 (1:1) ab. Anna Blässe (14.) und Pernille Harder (73.) brachten die Gastgeberinnen vor 2041 Zuschauern zweimal in Führung, doch Nationalspielerin Tabea Kemme sicherte mit einem Doppelpack (19./78.) dem Traditionsklub den Punktgewinn.

Die VfL-Frauen kassierten damit die ersten beiden Gegentreffer der Bundesliga-Saison. Die „Wölfinnen“ verteidigten mit 13 Zählern zwar die Tabellenführung, büßten aber ihren Vorsprung auf den nun punktgleichen SC Freiburg ein, der Aufsteiger Werder Bremen 4:1 besiegte.

„Eine gewisse Enttäuschung ist da“, gestand VfL-Trainer Stephan Lerch nach dem Spitzenspiel. „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir gern die drei Punkte geholt.“ Nach spannenden und intensiven ersten 45 Minuten mit Chancen und jeweils einem Tor auf beiden Seiten kam der VfL druckvoll aus der Kabine und belohnte sich 17 Minuten vor dem Ende mit dem Führungstreffer zum 2:1 von Pernille Harder, die nach Vorarbeit von Ewa Pajor über die rechte Seite lediglich den Fuß hinhalten musste.

Doch dabei blieb es nicht: Nach einem Pressschlag von Kemme und VfL-Torfrau Almuth Schult landete der Ball vor den Füßen der Potsdamerin, die nur noch zum 2:2 einschieben musste (77.). „Ich bin nach der „Englischen Woche“ stolz auf meine Mannschaft, dass sie so viel Druck aufbauen konnte und wollte. So ist es letztlich bitter, dass wir die drei Punkte nicht behalten konnten“, resümierte Lerch, dessen Elf am Mittwoch in der Champions League noch einen 12:2-Kantersieg gegen Atletico Madrid eingefahren hatte.

Vor der Potsdam-Partie hatten die „Wölfinnen“ noch eine Veränderung in ihrem Kader bekanntgegeben: Emily van Egmond, australische Nationalspielerin, verließ den VfL mit sofortiger Wirkung und kehrte in ihre Heimat zurück. Neuer Klub der 24-Jährigen, die noch bis 2019 bei den Grün-Weißen unter Vertrag stand, wird der Newcastle Jets FC.

„Emily kam vor kurzem mit dem Wunsch auf uns zu, zurück in ihre Heimat wechseln zu dürfen. Wir haben daraufhin in den vergangenen Tagen an einer Lösung gearbeitet und ihrer Bitte nun entsprochen“, sagte der sportliche Leiter der VfL-Frauen Ralf Kellermann. Van Egmond, die zuvor für den 1. FFC Frankfurt gespielt hatte, war im Sommer 2016 zu den „Wölfinnen“ gewechselt.
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