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Die Sensation blieb diesmal aus

Trainer Raoul Korner war mit der physischen Härte seiner Löwen alles andere als zufrieden. Foto: Eibner

Basketball-Bundesliga: Beim FC Bayern verlieren die Löwen deutlich mit 70:91 (29:45).

Von Christoph Matthies, 13.02.1016.

Braunschweig. Mit allzu großen Hoffnungen waren die Löwen nicht zum klaren Favoriten gereist, auch wenn sie in der Vorsaison einen Sieg aus dem Münchener Audi-Dome entführen konnten. Doch tatsächlich war das 70:91 (29:45) gegen den trotz Verletzungen exzellent besetzten FC Bayern dieses Mal eine ganz deutliche Angelegenheit.

Vor allem unter dem Korb zeigten die Bayern, dass sie ihren nicht gerade kleinen Spieleretat gut investiert haben: Deon Thompson (24 Punkte) und Dusko Savanovic (19), zwei Power Forwards von internationalem Top-Format, erzielten fast die Hälfte aller Bayern-Punkte, und das bei einer herausragenden Feldquote von zusammen 90 Prozent. Aber auch die anderen Mannschaftsteile des Teams von Svetislav Pesic funktionierten.

Die Löwen gerieten bereits nach sieben Minuten erstmals zweistellig in Rückstand, als Justin Cobb einen Dreier versenkte (18:10). Das 12:26 aus Braunschweiger Sicht nach dem ersten Viertel sprach dann schon eine recht deutliche Sprache. „Wir waren physisch nicht konsequent genug, waren phasenweise zu weich“, erklärte Löwen-Trainer Raoul Korner die Niederlage hinterher.

Ihre stärkste Phase zeigten die Gäste im dritten Viertel. Nachdem die Bayern nach einem Korbleger von Nationalspieler Anton Gavel auf 53:33 davongezogen waren, ließen sich die Braunschweiger nicht hängen, sondern starteten eine Aufholjagd. Allen voran Keaton Grant, der jederzeit den Scoring-Turbo einschalten kann, half nun, sein Team wieder bis auf sechs Zähler heranzuführen: Ein 14:0-Lauf brachte das 47:53, bei dem auch dem jungen Doppellizenzler Robin Amaize wie schon gegen Hagen tolle Aktionen gelangen. Das sah auch Korner so. „Robin hat das ganz ausgezeichnet gemacht. Wenn andere da nicht gleichziehen, werden sie sich wundern, wie viele Minuten Robin ihnen wegnehmen wird“, appellierte der Coach an den Ehrgeiz einiger seiner Löwen.

Keine Hilfe in München war – nach seinem starken Einstand – der Löwen-Neuzugang im Spielaufbau. Jermaine Anderson sah gegen die stark verteidigenden Bayern-Guards kein Land und beendete das Spiel ohne Treffer aus dem Feld. Dass die Gastgeber im Rebound dominierten (40:27), war ebenfalls wenig hilfreich. Die Löwen-Aufholjagd des dritten Viertels beendete ein Dreier des routinierten Savanovic, und schon bald war die Führung wieder zweistellig – und der Sieg für den Tabellendritten aus München in trockenen Tüchern.

Für die Löwen punkteten: Grant 21, Nash 12, Amaize 9, Frease 7, Theis 7, Simon 6, Stevens 4, Adler 3, Anderson 1.
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