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„Die richtigen Schlüsse ziehen“

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht verliert 1:2 gegen 1860 München und rutscht auf Platz zwei.

Von Elmar von Cramon, 27.02.2013.


Braunschweig. Mit dem 1:2 gegen 1860 München haben Eintrachts Zweitliga-Fußballer die erste Heimniederlage seit über einem Jahr erlitten.

Konkurrent Hertha BSC nutzte die Gunst der Stunde und verdrängte die Löwen durch das 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern vorerst vom Zweitligathron. Gleichzeitig sorgten die Berliner aber dafür, dass die drittplatzierten Pfälzer weiterhin satte 12 Zähler Rückstand auf die Blau-Gelben haben.
„Wir haben nach der Führung zu euphorisch gespielt und wollten das 2:0 erzielen, anstatt Tempo aus der Partie zu nehmen“, sagt Torsten Lieberknecht. Nach einem sehenswerten Kopfballtor von Domi Kumbela lag lange Zeit das 2:0 in der Luft, am Ende standen die Blau-Gelben jedoch mit leeren Händen da. Zunächst hatte sich Rob Friend im Fünfmeterraum durchgesetzt und einen Querpass zum Ausgleich verwertet, der laut Lieberknecht hätte verhindert werden können: „Wir haben vorher defensiv nicht konsequent genug agiert, um die Chance zu verhindern.“
Das zweite Tor durch Benjamin Lauth entstand nach einem blitzschnellen Konter: Weder Deniz Dogan, Ermin Bicakcic noch der beim Rauslaufen zu unentschlossen agierende Daniel Davari hatten gegen den Löwen-Kapitän eine gute Figur gemacht: „Daniel hat die Situation für den Bruchteil einer Sekunde falsch eingeschätzt, das kann passieren“, nahm Lieberknecht seinen Torwart in Schutz. Der Eintracht-Coach zeigte sich bis auf die Gegentreffer insgesamt zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft und war froh, die Fehlerketten in der Spielanalyse glasklar aufzeigen zu können: „Es ist wichtig, dass wir die richtigen Schlüsse aus der Niederlage ziehen. Wir haben vor den Gegentreffern nicht allzu viel zugelassen.“
Unter der Rubrik „Erfreuliches“ ließ sich am Sonntag Nachmittag immerhin das Comeback von Kevin Kratz einordnen: Der Mittelfeldspieler hatte nach monatelanger Pause in der Startelf ordentlich agiert: „Leider hat er nach seiner frühen Verwarnung etwas gehemmt gewirkt“, bedauert Lieberknecht, der sich in dieser Woche über die Rückkehr von Kapitän Dennis Kruppke ins Mannschaftstraining freuen kann.
Weniger interessant war für den ehemaligen FCK-Akteur allerdings der Ausgang des Verfolgerduells: „Der Spielausgang war uns im Prinzip egal. Bei einem FCK-Sieg wären wir Tabellenführer geblieben, durch den Erfolg von Hertha verringert sich der Abstand auf Platz drei nicht.“
Stattdessen bereitet er sich mit der ihm eigenen Akribie auf die Auswärtsaufgabe am kommenden Montag in Duisburg vor: „Wenn sich der MSV nicht rettet, drohen dort große finanzielle Probleme. Deshalb erwartet uns dort Existenzkampf pur.“
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