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Die Preise gehen nach oben

Basketball: NBA-Saison vermutlich gerettet – Auswirkungen auf Europa.

Von Christoph Matthies, 30.11.2011.


Braunschweig. Millionen Basketballfans weltweit konnten am Sonnabend erleichtert aufatmen. In der Nacht zuvor hatten die Tarifparteien der amerikanischen Eliteliga NBA eine „vorläufige Vereinbarung“ im Tarifstreit erzielt. Nach den Vorstellungen von Commissioner David Stern, Teambesitzern und Spielern wird die beste Basketball-Liga der Welt mit fast zwei Monaten Verspätung am 25. Dezember in die Saison starten. Bereits am 9. Dezember sollen die Trainingslager und die mit Spannung erwartete Transferperiode beginnen.

Die überfällige Einigung in den USA hat auch auf den europäischen Basketball und die Bundesliga fühlbare Auswirkungen. Zahlreiche NBA-Akteure, die während des „Lockouts“ in Europa unterschrieben hatten, machen nun von ihren Ausstiegsklauseln Gebrauch. Folgerichtig kommt derzeit viel Bewegung in den Transfermarkt. Dabei ist festzustellen, dass ökonomische Gesetze auch im Basketball gelten: Durch die merkliche Verknappung des Spielerangebotes – bei einer ausgefallenen NBA-Saison hätten sich wohl mehrere hundert Top-Akteure um einen Job in Europa bemüht – steigen nun die Preise für vertragslose Qualitätsspieler. Leidtragende dieser Entwicklung könnten auch die Phantoms sein, die derzeit nach einem Ersatz für den geschassten Nick Williams Ausschau halten. Erste Gespräche mit Brandon Thomas, der Braunschweig im Sommer in Richtung Italien verlassen hatte, dort allerdings nach schwachen Leistungen wieder entlassen wurde, wären am Gehalt und der Vertragsdauer gescheitert, meldete die Braunschweiger Zeitung in der vergangenen Woche.
Ruhig geworden ist es dagegen um den BBC Bayreuth. Wochenlang hatte der Klub mit seiner Ankündigung, kurz vor einer Einigung mit NBA-Topscorer Kevin Durant zu stehen, für Schlagzeilen gesorgt. „Wir gehen davon aus, dass sich eine Durant-Verpflichtung damit erledigt hat“, sagte BBC-Vereinssprecher Michael Birkhan am Sonntag.
Mit der in den kommenden Tagen erwarteten endgültigen Einigung in der NBA wäre auch ein Bundesliga-Engagement von Superstar Dirk Nowitzki hinfällig.
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