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Die Nordkurve feiert den Siegschützen „Udo“

Divock Origi im Zweikampf mit Hannovers Miiko Albornoz. Der Wolfsburger hatte mehrere gute Torchancen, traf am Ende aber nicht. Foto: regios24/Darius Simka

Fußball-Bundesliga: Felix Ohis Uduokhai „Udo“ war der Held beim Pokalsieg über Hannover – VfL Wolfsburg tritt am Samstag auf Schalke an.

Von Jens Neumann, 27.10.2017.
 

Wolfsburg. Weiter! Geschafft! Durch einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen Hannover 96 haben die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht – und zugleich den ersten Erfolg unter Chefcoach Martin Schmidt eingefahren, der nach fünf Unentschieden zuvor als VfL-Trainer somit weiter ungeschlagen bleibt.

„Udo, Udo…“ schallte es am Mittwoch um 20.25 Uhr durch die Volkswagen Arena. Die Nordkurve feierte ihren Pokalhelden, der auf dem besten Weg ist, Publikumsliebling zu werden: Innenverteidiger Felix Ohis Uduokhai. Der 20-Jährige, der schon am Sonntag beim 1:1 gegen Hoffenheim den Ausgleich in der Nachspielzeit erzielt hatte, markierte diesmal in der 49. Minute das goldene Tor – vor nur 15 508 Zuschauern.

Nach verhaltenem Beginn der „Wölfe“ und einer frühen 96-Chance durch Martin Harnik bekamen die Hausherren das Spiel unter Kontrolle. Vor allem die Einwechslung von Josuha Guilavogui, der nach 19 Minuten für den verletzten Ignacio Camacho in die Partie kam, verlieh den Wolfsburgern zusätzliche Stabilität. Und plötzlich ging auch etwas nach vorne: Divock Origi (25., 35.) und Guilavogui (45.) hatten die Führung auf dem Fuß.

Den Lohn für die Leistungssteigerung erhielt der VfL nur vier Minuten nach Wiederanpfiff: Nach einem Freistoß von Daniel Didavi war Felix Ohis Uduokhai zur Stelle, hielt den Fuß rein – und das abgefälschte Leder fand den Weg in die 96-Maschen. Dieser Treffer beflügelte die „Wölfe“, die durch Didavi (53.) und Origi (57., 60.) Tor Nummer zwei hätten nachlegen können.

Taten sie aber nicht, und so blieb es spannend. Der eingewechselte Kenan Karaman (67.) vergab freistehend die Riesenchance zum Ausgleich, als sein Schuss aus Nahdistanz kurz vor der Linie von Paul Verhaegh noch abgeblockt wurde. Auf der Gegenseite hätte der starke Guilavogui den Deckel drauf machen können, ja sogar müssen, als er freistehend per Kopf knapp verzog. Doch dann war Schluss, und VfL-Cheftrainer Martin Schmidt feierte seinen ersten Sieg mit den „Wölfen“ – dank „Udo“!

„In der zweiten Hälfte haben wir einige Dinge besser gemacht. Wir wollten mehr Zug zum Tor, vielleicht einen Standard nutzen und das Zentrum besser sichern. Das haben wir gut gemacht und letztlich einen 1:0-Vorsprung ins Ziel gebracht. Das war in den vergangenen Spielen meiner Ägide nicht immer der Fall, deshalb ist das heute auch ein wichtiger Schritt nach vorne für uns“, konstatierte Martin Schmidt.

Bereits am Samstag (15.30 Uhr) geht das „Wolfsrudel“ erneut auf Jagd – nach dem ersten „Dreier“ unter Schmidt in der Bundesliga. Der VfL gastiert von 15.30 Uhr an beim Tabellenfünften FC Schalke 04 und will dort den Schwung aus dem Pokalerfolg mitnehmen, um sich weiter von unten abzusetzen.
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