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Die „Maschine“ meldet sich zurück

„Gehört nicht in die Rubrik ‚normaler Mensch‘“: Derek Needham (links) will am Freitag schon wieder Vollgas geben. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Die Löwen wollen am Freitag (20 Uhr, VW-Halle) gegen Bremerhaven eine Serie starten.

Von Christoph Matthies, 01.03.2016.

Braunschweig. „Wir denken von Spiel zu Spiel“, lässt sich Löwen-Trainer Raoul Korner vor der Heimpartie am Freitagabend (20 Uhr, VW-Halle) gegen den Tabellen-Siebzehnten, die Eisbären Bremerhaven, zu einer klassischen Trainerphrase hinreißen. Und wagt dennoch einen kleinen Ausblick, wie es mit der heiß ersehnten Playoff-Teilnahme doch noch klappen könnte.

„Wir spielen mit Bremerhaven gegen ein Team, das auch von unserer Personalsituation her machbar ist. Würzburg spielt gegen einen Playoff-Gegner, nämlich gegen Oldenburg“, so Korner, „und wenn alles planmäßig verläuft, sind es nur noch zwei Siege, die wir zurückliegen.“ Eine ähnliche Konstellation sieht Korner auch an den beiden folgenden Spieltagen gegeben. „Wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben und werden weiterkämpfen. Da sollte sich niemand zu sicher sein“, schickt der Österreicher noch einen Gruß in Richtung Würzburg.

Einen Grund für die Hoffnung, dass die dringend benötigte Siegesserie gegen Bremerhaven, Crailsheim und den Mitteldeutschen BC gelingen kann, liefert auch Derek Needham. Der Aufbauspieler, der wegen eines Bänder-Teilanrisses im Knie einen Monat außer Gefecht war, ist am Montag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Ich werde gegen Bremerhaven definitiv spielen“, versprach der ehrgeizige Amerikaner am Montagabend.

„Derek hat seit der Verletzung vier komplette Wochen Reha hinter sich, sechs Wochen sind normal. Aber er gehört eben nicht in die Rubrik ‚normaler Mensch‘, sondern eher in die Rubrik ‚Maschine‘“, freut sich Korner über den Eifer seines Regisseurs, drosselt aber dessen Tempo: „Vielleicht kann er uns die eine oder andere Minute helfen, das wäre schon eine Riesenentlastung.“

Das Hinspiel in Bremen konnten die Löwen mit 78:63 deutlich für sich entscheiden. Topscorer im Oktober war Amin Stevens (18 Punkte), der auch für das Rückspiel viel Zuversicht ausstrahlt. „Sie stehen unten drin und wir spielen zu Hause: Das Spiel müssen wir gewinnen“, ist der Power Forward, dessen Leistungskurve und Spielzeit zuletzt etwas nach unten zeigte, zuversichtlich.

Gründlich sei die ärgerliche Würzburg-Pleite aufgearbeitet worden, sagt Korner. „Die Spieler waren extrem selbstkritisch. Teilweise bis zu einem Punkt, an dem ich als Trainer beruhigen musste, damit niemand in Depressionen verfällt“, schmunzelt der Wiener und hofft, dass der Einsicht die Besserung folgen wird.
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