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Die „Mannschaft der Stunde“ gegen den Krisenklub der Liga

Basketball-Bundesliga: Phantoms empfangen am Donnerstag (19 Uhr) die Gießen 46ers.

Von Christoph Matthies, 19.01.2011.

Braunschweig. Der 78:70-Erfolg gegen den „Lieblingsgegner“ aus Oldenburg am Sonntag bedeutete für den Basketball-Bundesligisten New Yorker Phantoms bereits den dritten doppelten Punktgewinn im neuen Jahr. Die Saison-Rekordkulisse von 4513 Zuschauern in der Volkswagenhalle sah eine ausgeglichene erste Halbzeit, ehe die Gastgeber nach der Pause mit einem bärenstarken dritten Viertel (28:14) den Grundstein zum letztlich ungefährdeten Heimsieg legten. „Ein rundum guter Tag“, freute sich Phantoms-Headcoach Machowski über die ansehnliche Leistung seiner Mannschaft, die tolle Stimmung in der Halle und die Tatsache, dass sein erfahrenster Profi, der 34-jährige LaMarr Greer, seinen viertelstündigen Einsatz trotz Verletzung des rechten Sprunggelenks gut überstanden hatte.

Am Donnerstag um 19 Uhr wollen die Braunschweiger, Tabellenfünfter der BBL und mit neun Siegen aus den vergangenen elf Begegnungen derzeit die „Mannschaft der Stunde“, ihre Playoff-Ambitionen mit einem weiteren Heimerfolg bekräftigen. Zu Gast sind dann die Gießen 46ers, die, verglichen mit den Phantoms, momentan das andere Ligaextrem darstellen. Sage und schreibe zwölf Niederlagen in Serie musste das Team aus Mittelhessen zuletzt einstecken, nur Historiker können sich noch an den letzten Sieg der 46ers am 3. November in Düsseldorf erinnern. Infolge der Pleitenserie kann bei den Gießenern (Tabellenplatz 16), die hoffnungsfroh und mit drei Erfolgen in die Spielzeit gestartet waren, das Saisonziel wie schon in den Jahren zuvor nur Klassenerhalt heißen.
Nach der deftigen 54:88-Packung am Sonnabend gegen Ludwigsburg zog Vladimir Bogojevic schließlich die Reißleine und trat als Trainer der 46ers zurück – nach Meinung der hessischen Fans eine längst überfällige Entscheidung. Der neue Übungsleiter des Traditionsklubs, Steven Key, ist in Braunschweig kein Unbekannter: Im Frühjahr 2000 absolvierte der langjährige BBL-Guard acht Partien für die SG Braunschweig. Zuletzt trainierte der 42-Jährige das Team der Chicago Sky in der amerikanischen Frauen-Profiliga WNBA.
Die New Yorker Phantoms sollten also gewarnt sein, zumal sich Key zutraut, die mentale Blockade seiner Schützlinge zu lösen. Personell sind die Gäste zudem besser als ihr Tabellenstand. Mit Elvir Ovcina und Zachery Peacock verfügen die Gießener über fähiges Personal am Brett, Neuzugang Maurice Jeffers machte sich bereits in der vergangenen Saison einen Namen als potenter Scorer (14,4 Punkte).
Das Hinspiel in Gießen konnten die Phantoms mit 80:70 für sich entscheiden.
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