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Die Lions stehen im Finale

Die Lions-Verteidigung spielte gegen Frankfurt erneut stark auf. Hier stoppt Jonathon Rolling den Universe-Runningback Silas Nacita. (Foto: Karsten Reißner)

In einem packenden Halbfinale haben sich die New Yorker Lions gegen Frankfurt Universe durchgesetzt und stehen erneut im Finale der German Football League. Am 7. Oktober treffen die Braunschweiger in Berlin auf die Schwäbisch Hall Unicorns – zum viertel Mal in Folge.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Nach dem deutlichen 55:14-Sieg der Lions im Eurobowl-Finale waren die Erwartungen vor der Halbfinal-Partie gegen Frankfurt Universe in Richtung deutlichem Erfolg gelenkt. Was die knapp 5.000 Zuschauer im Eintracht-Stadion sahen war dann aber das spannendste Spiel des Jahres. „Es war das beste Spiel der ganzen Saison“, sagte Lions-Spielmacher Casey Therriault nach dem 23:21-Erfolg.

„Wir treten an, um zu gewinnen“, hatten die Frankfurter vor dem Halbfinale selbstbewusst gesagt. Und untermauerten dies mit einer extrem starken Verteidigung, die die Lions bis zur Pause bei nur neun Punkten hielt. So wenige Punkte erzielten die Braunschweiger seit langer Zeit nicht in den ersten beiden Vierteln. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin. Die Hausherren mussten schon von einem frühen Zeitpunkt an auf Runningback David McCants verzichten, der mit einer Hüftverletzung nicht mehr eingesetzt werden konnte. Veteran Jabari Johnson vertrat ihn gegen die beste Laufabwehr der Liga mehr als würdig. Dennoch lastete noch mehr Erwartungsdruck auf Therriault, der diesem Gerecht wurde. Insgesamt brachte er 20 Pässe bei 33 Versuchen ans Ziel und erzielte 239 Yards Raumgewinn. Und hier lag der große Unterschied zu Universe. Deren Spielmacher brachte nur acht Pässe bei 18 Versuchen ans Ziel. Zwar auch für beinahe 200 Yards Raumgewinn und drei Touchdowns. Jedoch fehlte in den entscheidenden Situationen das solide Passspiel. Während die Hausherren sechs ihrer zwölf dritten Versuche für ein neues Firstdown nutzen, kamen die Gäste auf lediglich drei bei zehn Versuchen. Sie mussten sich zu oft, zu schnell vom Ball trennen.
Die Abwehrreihen sorgten dennoch für ein enorm spannendes Spiel. Selbst bei der 16:0-Führung kurz nach der Pause konnten sich die Braunschweiger nicht sicher sein, dass es reichen würde. „Es hat sich besser angefühlt, aber sicher haben wir uns nicht gefühlt“, sagte Tomlin. Und tatsächlich kamen die Frankfurter noch ran. Nach dem 7:16 und 14:16 konnten die Braunschweiger einen der seltenen Fehler der Universe-Abwehr nutzen: Nathaniel Morris in Einzel-Deckung sprintete seinem Gegenspieler mühelos auf und davon, Therriault bediente ihn mit einem 57-Yard-Pass zum 23:14.

Was den Tomlin nach dem Spiel noch ärgerte, waren die liegengelassenen Punkte. Ganze sieben Punkte, durch einen verpassten Extra-Punkt und zwei nicht erfolgreiche Field-Goal-Versuche durch Kicker Tobias Goebel, fehlte den Lions. „Unser Kicking-Game war enttäuschend. Ich weiß nicht woran es lag, aber wir werden uns das anschauen müssen“, sagte der Lions-Cheftrainer. Bis zum Finale erwartet der Trainer hier Besserung. Dort geht es am 7. Oktober erneut gegen die Schwäbisch Hall Unicorns. Der Meiste der Bundesliga-Südstaffel besiegte im zweiten Halbfinale die Kiel Baltic Hurricanes mit 33:11 und stehen zum vierten Mal in Folge im Endspiel. Und wieder geht es gegen die Lions aus Braunschweig, die ihren fünften nationalen Titel in Folge anstreben.
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