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Die Lions sind Deutscher Meister

Feierstimmung nach einer langen, erfolgreichen Saison. Nach dem Eurobowl gewinnen die New Yorker Lions auch den German Bowl und sind zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister. (Foto: Karsten Reißner)

Zum vierten Mal in Folge, zum elften Mal insgesamt haben sich die New Yorker Lions auf den deutschen Football-Thron geschwungen. Mit einem 31:20-Sieg gegen die Schwäbisch Hall Unicorns haben die Braunschweiger am Samstag den German Bowl, das Endspiel der Football-Bundesliga gewonnen.



Von Daniel Beutler

Braunschweig. Vor etwas über 13000 Zuschauern im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark führte Lions-Quarterback Casey Therriault die Braunschweiger zum nächsten Titel. Der US-Amerikaner führte Regie bei allen vier nationalen Titeln der vergangenen vier Jahre und bewies auch am Wochenende wieder seine Extraklasse. Der zum wertvollsten Spieler der Partie gewählte Therriault brachte 32 von 41 Passversuchen an den Mann, sorgte so für 371 Yards Raumgewinn.

Die Unicorns, im Laufe der vorherigen 16 Spiele unbesiegt und stets mit ausgezeichneten Passspiel, fanden in den Lions ihren Meister. Mit John Clements brachte Braunschweigs Cheftrainer Troy Tomlin extra zum Endspiel noch einen Passsverteidiger für den verletzten Durell Givens aus den USA in die Bundeshauptstadt mit. Clements spielte bereits 2013 für die Braunschweiger, hatte weiterhin einen gültigen Pass hinterlegt. Ein beliebter Trick, der es auch erlaubte, Therriault nach der Verletzung von Spielmacher Grant Enders für ein weiteres Comeback in die Löwenstadt zu holen. So verstärkt in der Passabwehr und mit dem starken Druck der ersten Verteidigungslinie der Braunschweiger machte der Titelverteidiger dem Unicorns-Spielmacher Marco Ehrenfried das Leben schwer. Lediglich 185 Yards Raumgewinn gelang Hall durchs Passspiel. Dazu kamen nur 44 Yards durch das Laufspiel – zu wenig, wenngleich der Herausforderer effektiv war und bis zur Halbzeit das Spiel ausgeglichen gestalten konnte.

Die Pause nutzen die Lions-Trainer aber wieder ein mal für die perfekten Anpassungen. Die Abwehr stand fast immer richtig, lies nur noch sechs Punkte durch zwei Fieldgoals zu. Das brachte dem Angriff die Ruhe, um nachzulegen und den Sieg klar zu machen. Es war das knappste von den drei Spielen“, sagte Halls Cheftrainer Siegfried Gehrke nach dem Spiel. „Wir waren bis auf vier Punkte an Braunschweig dran. Dann ist es uns aber nicht gelungen in der entscheidenden Situation das richtige Play zu machen.“ Er machte keinen Hehl aus der Enttäuschung über die Niederlage: „Dass es enger war ist nur wenig Trost für uns, denn wir waren schon der Meinung, dass wir das Spiel heute gewinnen können.“
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