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Die Lions sind Deutscher Meister

Die Lions-Spieler feierten die insgesamt zehnte Deutsche Meisterschaft ausgelassen. Foto: Karsten Reißner

Im 37. German Bowl schlug der amtierende Deutsche Meister wie im Vorjahr die Schwäbisch Hall Unicorns. Aber der 41:31-Sieg war nicht so deutlich, wie es die Zahlen vermuten lassen. Der Herausforderer lieferte einen großartigen Kampf und am Ende addierten sich die kleinen Dinge, in denen die Braunschweiger einfach besser waren, zum insgesamt zehnten Meistertitel für die Lions auf.

Von Daniel Beutler, 10.10.2015.

Berlin. In einer spannenden ersten Halbzeit dominierten die Abwehrreihen das Spiel, denen man nur zwei Fehler ankreiden konnte. Erst die Unicorns, die im ersten Viertel den Lions-Wide-Receiver Niklas Römer ungedeckt ließen. Römer erzielte prompt die 7:6-Führung. Kurz vor der Pause die Lions, als sie einen 64-Yard-Lauf von Halls Runningback Christian Rycraw schlecht verteidigten. „Es war ein hin und her, dann eine Abwehrschlacht,ein harter Kampf. Und da haben wir einfach ein wenig mehr gezeigt“, lobte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin.

Ansonsten spielten nämlich beide Abwehrreihen stark auf, ließen selten überhaupt ein First Down zu. Was den Unterschied machte: Die Braunschweiger konnten sich auf die individuelle Klasse ihrer Spieler verlassen, die aber nur hin und wieder aufblitzte. Trotzdem reichte das, um zwei Field Goals von Kicker Tobias Goebel vorzubereiten und einen weiteren Touchdown zu erzielen. „Bei uns haben Kleinigkeiten gefehlt. Wir haben das Spiel lange offen halten können, aber die Lions waren etwas kaltschnäuziger“, sagte Unicorns-Spielmacher Marco Ehrenfried.

Nach Wiederanpfiff zunächst umgekehrtes Bild. Die Angriffsreihen beider Teams bestimmten das Geschehen. Aber wieder hatten die Lions leicht die Nase vorn und verwalteten die acht Punkte Vorsprung von der Halbzeitpause geschickt. Das war ein taktisch ganz cleveres Spiel, das Cheftrainer Troy Tomlin da spielen ließ. „Wir hatten diesen Gameplan und den haben wir einfach gut umgesetzt, das war ein Sieg des gesamten Teams“, befand Lions-Passempfänger Evan Landi, der zum wertvollsten Spieler des Spiels gewählt wurde. Da konnte Hall-Trainer Siegfried Gehrke nur zustimmen. „Dafür sind die Lions bekannt: Wenn sie die Führung haben, sind sie schwer zu kriegen. Und wir haben auf beiden Seiten einfach noch zu viele Fehler gemacht. Das war schon ganz gut, aber ganz gut reicht gegen die Lions nicht.“ Und so sind die Braunschweiger verdient erneut Deutscher Meister geworden. Zum zehnten Mal, zum dritten Mal in Folge. Langweilig? „Auf keinen Fall. Jeder Titelgewinn fühlt sich wie der erste an“, grinste Lions-Spielmacher Casey Therriault, der mit seinem Passspiel einen großen Anteil am Sieg hatte und fast 400 Yards Raumgewinn erzielte.
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