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Die Lions dominieren auf dem Weg zur Nordmeisterschaft

Wo sind denn alle? Lions-Passempfänger Niklas Römer wundert sich über den freien Weg zum zwischenzeitlichen 21:6, im Hintergrund hebt David McCants schon mal die Arme zum Feiern. Reißner

Football: In Kiel zerpflücken die Braunschweiger auch den Tabellenzweiten mit 49:22.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Die New Yorker Lions haben gestern in Kiel die Baltic Hurricanes, immerhin Tabellenzweite der Bundesliga-Nordgruppe, mit 49:22 besiegt. Nach fünf Jahren ist die Nordmeisterschaft für den Spitzenreiter jetzt wieder zum Greifen nah.

In Hinspiel gab es Ende Juni noch einen spartanischen 9:7-Sieg für die Braunschweiger. Vor dem Spiel hatte sich der damalige Lions-Quarterback Jose Mohler das Kreuzband gerissen und Kiels Top-Passempfänger Marcial Williamson brach sich vor dem Duell im Eintracht-Stadion das Handgelenk. Williamson ist mittlerweile wieder an Bord und die Lions haben exzellenten Ersatz für Mohler gefunden. Also wurde geklotzt statt gekleckert. Zumindest aufseiten der Lions. Zwar besorgte Williamson die Punkte zum 6:7 und 14:42 aus Sicht der Kieler. Sonst herrschte aber Flaute in der eigentlich stark besetzten Canes-Offensive, die kaum ein Mittel gegen die überragende Lions-Abwehr fand.
Eröffnet wurde der Punktereigen von eben jener. Mualick Bangura, im vorherigen Spiel gegen Köln noch von einer Strafe gestoppt, lief diesmal den Ball nach einem abgefangenen Pass über 60 Yards zum 7:0 zurück. Kicker Tobias Goebel blieb gestern bei den Extra-Punkten wieder fehlerfrei.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Kiels Angriff wurde gestoppt und der Ballbesitz in Punkte verwandelt. Quarterback Casey Therriault, der einen ebenso überragend konzentrierten und effektiven Lions-Angriff anführte, aus einem Yard und die Wide Receiver Niklas Römer und Dominic Hanselmann bastelten die 28:6-Halbzeitführung zusammen.
Das Gesamtkunstwerk mit dem Titel „Die Demütigung der Hurricanes“ war aber noch nicht fertig. Zwei Spielzüge nach Wiederanpfiff stand Lions-Runningback David McCants nach einem Sprint über 63 Yards in der Hurricanes-Endzone. Wenige Minuten später, Kiel lieferte nichts ab, waren wieder nur zwei Spielzüge nötig, dass sich Christian Bollmann in die Scorer-Liste der Lions eintragen durfte. Mit 42:6 führten die Lions, ehe Williamson Kiels zweiten Touchdown eintütete.
Die Antwort der Lions? Tommi Pinta! Der Tight-End vollendete den von Therriault erneut perfekt dirigierten Angriff zum 49:14. Das letzte Viertel, geprägt von Regenschauer und Spieler-Rochaden, brachte nicht mehr viel Spannendes. Für die Gastgeber immerhin noch ein wenig Schadensbegrenzung. Jonas Brix erzielte den Endstand. Und immerhin: Auch beim zweiten Versuch schafften es die Kieler, zwei Extrapunkte nach dem Touchdown zu erzielen. Das war aber auch das einzig Positive.
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