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Die Dreier wollen endlich fallen

Trent Lockett (Foto) war mit 18 Punkten Topscorer gegen Bremerhaven. Tim Abromaitis kam auf 17 Zähler, Kyle Visser (13) und Nicolai Simon (10) punkteten ebenfalls zweistellig. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Löwen deklassieren Bremerhaven – Am Sonntag bei starken Bambergern.

Von Christoph Matthies, 17.02.2015.

Braunschweig. Eisbären-Coach Muli Katzurin wirkte nach der Partie am Freitagabend so niedergeschlagen, als wäre er gerade Zeuge seiner eigenen Beerdigung geworden. „Bei allem Respekt für Braunschweig, aber 36 Punkte in einem Viertel zu kassieren ist einfach zu viel. Egal, gegen wen du spielst“, sagte der erfahrene Trainer aus Israel, den das 61:92 in Braunschweig regelrecht schockiert hatte.

Begeistert waren dagegen die rund 2700 Löwen-Fans in der Volkswagenhalle von der Vorstellung ihres Basketball-Bundesligisten. Die Hausherren hatten die beste Offensivleistung der Saison abgeliefert, gleich an mehreren Teamrekorden wurde an diesem Abend gerüttelt. Die von Katzurin angesprochenen 36 Löwen-Punkte im dritten Viertel, die bereits eine Vorentscheidung bedeuteten, waren ebenso eine Saisonbestmarke wie die 92 Punkte bei Ertönen der Schlusssirene. Auch 22 Assists, elf getroffene Dreier (Quote 50 Prozent) und eine Trefferquote aus dem Feld von 60 Prozent waren Werte, die es in dieser Spielzeit noch nicht häufig zu vermelden gab. Und das, obwohl Braunschweigs Coach Raoul Korner bei weitem nicht mit allem zufrieden war, was er gesehen hatte. „In der ersten Halbzeit haben wir eigentlich nicht viele von den Dingen umsetzen können, die wir uns vorgenommen hatten“, sah der österreichische Basketballlehrer und studierte Jurist auf der Löwen-Bank durchaus noch Luft nach oben.

Die vergangenen Partien des Tabellenneunten machen vor allem Hoffnung, was die Distanzwurfqualitäten der Mannschaft angeht. Lange Zeit das Team mit der schwächsten Dreierquote der Liga, haben die Löwen seit Jahresbeginn mächtig aufgeholt und befinden sich nunmehr im Mittelfeld. In fünf von sechs Partien in 2015 trafen Dru Joyce und Co. im Schnitt bärenstarke 45 Prozent, lediglich in der Begegnung gegen Oldenburg wollten die Schüsse von außen nicht fallen. „Es spielt sich immer leichter, wenn man von außen trifft“, schreibt Korner die Erfolgsbilanz von zuletzt sechs Siegen aus sieben Partien auch der neugewonnenen Stärke von jenseits der 6,75-Meter-Linie zu. Und ist gleichzeitig froh, nicht, wie Katzurins Bremerhavener, in der Offensive zu sehr vom Distanzwurf abhängig zu sein: Nur Alba Berlin versucht es seltener von außen als die Braunschweiger (18,2 Dreier/Spiel).

Am Sonntag treten die Löwen bei Tabellenführer Bamberg an.
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