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Die Bayern erfolgreich auf Distanz gehalten

Wolfsburgs Caroline Graham Hansen. regios24/Simka

Fußball: Die Frauen des VfL Wolfsburg bezwingen Duisburg durch einen Harder-Treffer mit 1:0.

Wolfsburg, 27.03.2018.

Dank eines Treffers von Torjägerin Pernille Harder zum 1:0 (1:0)-Sieg gegen den MSV Duisburg ist der VfL Wolfsburg in der Frauenfußball-Bundesliga wieder alleiniger Spitzenreiter. Vor 1540 Zuschauern im AOK-Stadion erzielte die Dänin bereits nach 18 Minuten den Treffer des Tages. Für Harder, die die Liste der Bundesliga-Torjägerinnen unangefochten anführt, war es der 14. Saisontreffer.

Durch das 1:0 haben die Grün-Weißen den Angriff des FC Bayern gekontert und die Spitzenposition mit drei Punkten Vorsprung behauptet. Der Double-Gewinner der vergangenen Saison hat zudem eine Partie weniger als sein bayerischer Rivale absolviert. München hatte tags zuvor durch einen 1:0-Sieg gegen die TSG Hoffenheim zunächst zum VfL aufgeschlossen. Hinter dem Spitzenduo liegt weiter der SC Freiburg, der gegen den 1. FC Köln einen 6:0-Kantersieg feierte.  Das VfL-Team trat im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in einem Sondertrikot mit „Vielfalt“-Schriftzug auf.

Ähnlich wie drei Tage zuvor beim 5:0-Erfolg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Prag rissen die VfL-Frauen, nachdem sie nicht nur mit Kindern, sondern auch mit dem Fanklub „Goethe Wölfe“ einliefen, das Zepter sofort wieder an sich. Den ersten Abschluss hatte Anna Blässe, die aus etwa 18 Metern abzog (6.). Wie von VfL-Trainer Stephan Lerch vor der Partie vermutet, zogen sich die Duisburgerinnen zwar zurück und standen kompakt, trotzdem versuchten sie ab und an, Akzente in der Offensive zu setzen. So musste sich die deutsche Nationaltorfrau Almuth Schult bei einem Distanzschuss der Gäste strecken (12.).
In der 18. Minute landete der Ball schließlich im MTV-Gehäuse. Harder zog im Strafraum stehend trocken ab und traf zur Wolfsburger Führung. Minde hatte kurz darauf die Chance, die Führung des VfL zu verdoppeln, scheiterte jedoch. Die „Wölfinnen“ erzeugten zwar auch anschließend weiter Druck, Torchancen blieben indes aus.

Nach dem Seitentausch waren die Wolfsburgerinnen auf einen schnellen zweiten Treffer aus, doch der Ball wollte nicht hinter die Torlinie. Erst schoss Hansen knapp am Winkel vorbei (55.), dann trafen Hansen und Harder binnen einer Minute (56.) jeweils den Querbalken des Duisburger Tores. Erneut Harder (75.) hatte die letzte VfL-Chance, vom MSV gingen dagegen keine Offensivbemühungen mehr aus.

Lerch atmete nach der Partie durch: „Es war ein hart erkämpfter Sieg. Duisburg hat uns das Leben schwergemacht. Defensiv hat der MSV gut verteidigt, die Räume eng gehalten und selbst versucht, mutig nach vorne zu spielen. Wir haben es leider versäumt, das eine oder andere Tor nachzulegen. So ist es bis zum Schluss spannend geblieben.“

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Wedemeyer – Gunnarsdottir, Neto – Hansen (64. Pajor), Minde (64. Wullaert) – Harder (83. Masar), Popp.
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