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Die 40-Punkte-Marke hat ausgedient

Bleibt Jan Hochscheidt (rechts) ein Löwe? „Wir befinden uns im Austausch“, betont Marc Arnold. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht siegt trotz deutlicher Führung nur knapp gegen Duisburg.

Von Elmar von Cramon, 20.03.2018.

Braunschweig. Mit dem 3:2-Erfolg gegen den MSV Duisburg erledigten die Löwen ihre Hausaufgaben für den Klassenerhalt erfolgreich. Dass es für das Team von Torsten Lieberknecht nicht zum ganz großen Befreiungsschlag reichte, lag am 2:1-Sieg von Aue gegen Fürth am Montagabend. Das Feld rückte dadurch noch enger zusammen, so dass der Tabellenvierte Jahn Regensburg gegenüber den auf Platz 16 stehenden Sachsen nur noch sieben Zähler Vorsprung aufweist.

Beim Eintracht-Spiel hatte zur Halbzeitpause alles auf einen entspannten Nachmittag hingedeutet. Nach drei blitzsauber herausgespielten Toren durch Christoffer Nyman, Frederik Tingager und Suleiman Abdullahi führten die Blau-Gelben deutlich, kamen nach dem Wechsel aber noch mal in die Bredouille, weil es ihnen nicht gelang, die hohe Intensität aufrechtzuerhalten. „Nach einer überragenden ersten Halbzeit haben wir im zweiten Durchgang nicht mehr denselben Zugriff bekommen und den Ball oft schnell verloren“, bemängelt Marc Arnold, der mit ansehen musste, wie es durch den Freistoßtreffer von Kevin Wolze und das Eigentor von Gustav Valsvik noch mal spannend wurde. Die Ursache hierfür vermutet der Sportliche Leiter der Löwen in der außergewöhnlichen Tabellenkonstellation, die bei den Spielern fast aller Klubs wöchentlich für ein Wechselbad der Gefühle sorgt: „In so einer Situation fehlt vielleicht die allerletzte Überzeugung im Bezug auf die eigene Leistungsfähigkeit. Trotzdem haben wir insgesamt verdient gewonnen.“ Klar ist mittlerweile, dass die 40-Punkte-Marke in dieser Saison wohl nicht für eine Platzierung oberhalb der Abstiegszone reichen wird: „Sieben Punkte aus sieben Spielen zu holen, ist auch für Aue auf dem Relegationsplatz noch realistisch.“

Zunächst steht allerdings die Länderspielpause an, in der die Blau-Gelben am Freitag um 11 Uhr gegen den polnischen Erstligisten Pogon Stettin testen. „Das Spiel dient dazu im Rhythmus zu bleiben“, so Arnold über die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindende Partie.

Nicht dabei ist dann Christoffer Nyman, der mit Schweden am Samstag in Stockholm gegen Chile und am 27. März in Craiova gegen Rumänien zu zwei Freundschaftsspielen antritt. Auch Robin Becker (auf Abruf zur U20-Nationalmannschaft nominiert) fehlt eventuell. Von den Verletzten Steve Breitkreuz, Georg Teigl, Özkan Yildirim und Ken Reichel erwartet Arnold nur Letzteren zurück: „Das könnte klappen.“

Die langzeitverletzten Julius Biada und Joe Baffo fehlen ebenfalls. Während Ersterer derzeit Stück für Stück ins Mannschaftstraining eingegliedert wird, ist beim Abwehrspieler kein baldiges Comeback zu erwarten: „Ich gehe nicht davon aus, dass wir ihn in dieser Saison noch auf dem Platz sehen werden“, so der 47-Jährige über den Schweden, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

Ebenfalls noch ohne Kontrakt für die neue Spielzeit ist Jan Hochscheidt, der nach dem Spiel am Sonntag geäußert hatte, sich einen weiteren Verbleib in der Löwenstadt sehr gut vorstellen zu können. „Wir befinden uns im Austausch“, erklärt Arnold in Bezug auf diese Personalie.
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