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DFB-Auswahl im WM-Finale nach historischem 7:1

Torjubel: Andre Schürrle (4.v.l. freut sich mit (v.l.) Jerome Boateng, Benedikt Höwedes, Thomas Müller und Julian Draxler. (Foto: Foto: Getty)

Mannschaft von Trainer Joachim Löw spielte zeitweise Fußball wie von einem anderen Stern – Miroslav Klose erzielte sein 16. WM-Tor

Belo Horizonte (SID). Unfassbar! Mit Fußball wie von einem anderen Stern ist die deutsche Nationalmannschaft gestern ins Endspiel der WM in Brasilien gestürmt.
Nach einer schier unglaublichen ersten Halbzeit mit zwischenzeitlich vier Treffern in sieben Minuten besiegte die zeitweise wie entfesselt kombinierende DFB-Auswahl an einem historischen Tag die völlig desolate Selacao des WM-Gastgebers mit 7:1 (5:0).
Nach dieser überragenden Demonstration an Kaltschnäuzigkeit, Spielfreude und Effektivität greift die deutsche Mannschaft am Sonntag im Fußball-Tempel Maracana gegen Argentinien oder die Niederlande nach ihrem vierten WM-Titel.
Es wäre der erste seit 1990 und der erste Triumph in einem Endspiel seit der Europameisterschaft 1996. Bundeskanzlerin Angela Merkel will als „Maskottchen“ einfliegen.
Was sich aber an diesem 8. Juli ab 17 Uhr Ortszeit in Belo Horizonte abspielte, hätte wohl keiner für möglich gehalten. Erst erzielte Thomas Müller seinen fünften Treffer in diesem Turnier (11.) und den 2000. für Deutschland in einem Länderspiel. Danach ging es vor noch 58 141 Zuschauern Schlag auf Schlag – mit vier Treffern innerhalb von nur sieben Minuten.
Miroslav Klose (24.) krönte sich mit dem 16. WM-Tor seiner Laufbahn zum Rekordhalter vor Brasiliens Ronaldo, Toni Kroos (24./26.) und Sami Khedira (29.) schossen ganz Brasilien in einen Zustand der Fassungslosigkeit und Trauer. Um die Schmach für Brasilien perfekt zu machen, machte der eingewechselte Andrè Schürrle (69./79.) den höchsten Halbfinalsieg überhaupt in der WM-Geschichte perfekt – trotz des Gegentreffers von Oscar (90.).
Die ersten Zuschauer ergriffen in der Pause die Flucht, sie sahen nicht mehr, wie sich die Selecao in der zweiten Halbzeit mit dem Mut der Verzweiflung gegen die totale Blamage stemmte. Und tatsächlich war der Rekordweltmeister in den ersten zehn Minuten nach der Pause gleich drauf und dran, den Rückstand zu verkürzen.
Mats Hummels war zu diesem Zeitpunkt wegen einer Sehnenreizung in der rechten Kniekehle durch Per Mertesacker ersetzt worden – dafür entschärfte Torhüter Manuel Neuer in überragender Manier mehrere Großchancen der Gastgeber.
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