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Derrick Allen lässt die Löwen vom Haken

Ex-Löwe Derrick Allen (Nummer 15) konnte das letzte Rebound-Duell der Partie gegen Scott Eatherton für sich entscheiden. Den anschließenden Layup zum Sieg vergab der Amerikaner dann allerdings. Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Basketball-Bundesliga: Vor der größten Kulisse der Saison bezwingen die Löwen Jena mit 69:68.

Von Christoph Matthies, 05.01.2018.

Braunschweig. Eine gute gefüllte Volkswagenhalle und ein Heimsieg mit hochspannendem Finale: Besser konnte das neue Jahr für die Löwen-Basketballer kaum beginnen. Allerdings hätte das hauchdünne 69:68 für die Löwen gegen Science City Jena auch andersrum ausgehen können.

Der Pechvogel war am Ende ein Ex-Löwe und einer der besten Punktesammler der Bundesliga-Geschichte. Mit acht Sekunden auf der Uhr und einem Punkt Rückstand warfen die Jenaer ein. Immanuel McElroy, vier Jahre bei den Braunschweigern aktiv, attackierte den Korb und passte nach draußen an die Dreierlinie, wo Max Ugrai den Ball zum ebenfalls gut postierten Ermen Reyes-Napoles weiterschob. Der Dreier zum Sieg der Jenaer landete zwar nur auf dem Ring, doch Derrick Allen entschied das Rebound-Duell gegen Löwen-Center Scott Eatherton für sich. Allen, in der Saison 2014/2015 in der Löwenstadt aktiv, konnte nun mit einem Korbleger alles klar machen – und drückte den Ball zu fest gegen das Brett, von wo er auf den Vorderring und aus dem Korb prallte. Während Allen dem Ball fassungslos nachschaute, konnten die fast 3200 Zuschauer in der VW-Halle den siebten Löwen-Sieg bejubeln.

„Das Glück hat heute dem besseren Team zugelächelt. Und das waren wir“, sagte Zygimantas Janavicius im Anschluss an die Begegnung mit einem Hauch Poesie. Zuvor hatten seine Löwen 40 Minuten lang hart arbeiten müssen. Der Litauer war – ungewohnt – mit 13 Punkten, aber nur zwei Assists vor allem als Scorer in Erscheinung getreten, traf drei Dreier. Die sind sonst wahrlich nicht die Stärke des Aufbauspielers.

Und „Zygi“ war nicht der einzige Löwe, der überraschte. „Ich bin heute das erste mal gestartet, da wollte ich natürlich zeigen, was ich draufhab“, kommentierte Lars Lagerpusch seine bockstarke Leistung mit 16 Punkten und acht Rebounds in 19 Minuten. Seine zehn Zähler im Anfangsviertel verhalfen den Löwen nach zehn Minuten zu einer 24:17-Führung. Zur Halbzeit stand es immer noch 36:30.

Nach der Pause erhöhten die Gäste, bei denen vor allem BBL-Veteran Julius Jenkins aufdrehte (19 Punkte), allerdings die Intensität, gingen in der 27. Minute erstmals in Führung (47:48). Fortan blieb es bis in die Schlusssekunden spannend – auch, weil die Löwen im letzten Spielabschnitt einige ärgerliche Fehler machten. „Ich bin froh, dass wir dieses Spiel trotz der großen Nervosität am Ende gewinnen konnten“, sagte denn auch Löwen-Coach Frank Menz, der das Quäntchen Glück in der letzten Szene der Partie nicht verschwieg. „Aber wir haben auch genug gute Chancen liegen lassen“, stellte der Trainer klar. Nicht nur für die Situation in der Tabelle, sondern auch für den Basketball in Braunschweig insgesamt war dieser Sieg vor der größten Heimkulisse der Saison jedenfalls ein ganz wichtiger, war Menz sich sicher.

Für die Löwen punkteten: Lagerpusch 16, Janavicius 13, Eatherton 12 (10 Rebounds), Lansdowne 9, Morse 6, Koné 5, Jaramaz 5, Klepeisz 3, Nawrocki, Schwartz.
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