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Derby: Die Vernunft soll siegen

Roger Fladung, Denise Schäfer und Soeren-Oliver Voigt im Gespräch. Foto: Susanne Hübner

Die Route der geplanten Fandemo wird von der Stadt nicht genehmigt.

Von Jonas Dräger, 01.11.2016.

Braunschweig. Polizei und Eintracht hatten am Dienstag zu einer Derby-Pressekonferenz eingeladen. Organisation und Sicherheit standen im Vordergrund.

Hauptbahnhof, Innenstadt und Stadion. Für 144 Personen sind diese Orte am Sonntag tabu. Sie haben ein Aufenthaltsverbot der Polizei erhalten. „38 kommen aus Braunschweig, 53 aus Hannover und der Rest sind Koalitionäre“, erklärt Polizei-Vizepräsident Roger Fladung. Des Weiteren gab es 340 Briefe an Gefährder, denen erhebliche Konsequenzen angedroht wurden, sofern sie sich an Ausschreitungen beteiligen.

„Es gibt leider immer wieder Situationen, die das notwendig machen“, hatte Soeren Oliver Voigt zuvor erklärt. Der Geschäftsführer der Eintracht lobte aber auch die gute Zusammenarbeit zwischen Verein und Fans. Nun hofft er auf die Vernunft aller Beteiligten. Für das Derby werden im Stadion deutlich mehr Ordnungskräfte eingesetzt. Von 550 statt 400 ist die Rede, zudem herrscht striktes Alkoholverbot.

Die Kontrollen werden daher mehr Zeit in Anspruch nehmen. Vor allem nach Pyrotechnik werden die Ordnungskräfte suchen. „Beim Derby in Hannover brannte es im ganzen Stadion. Beide Seiten mussten hohe fünfstellige Geldbeträge zahlen. Diese Gelder fehlen dann beispielsweise im Nachwuchsbereich“, erläutert Voigt.

Vor dem Stadion wird die Polizei für eine kontrollierte An- und Abreise sorgen. Auskünfte über die Anzahl eingesetzter Kräfte wollte Fladung nicht geben. „Dazu werden wir uns aus taktischen Gründen erst nach dem Spiel äußern. Es sind aber deutlich mehr als bei einem normalen Heimspiel“, erklärt er. Auch aus anderen Bundesländern wurden Polizeikräfte angefordert. Erstmals werden auch sogenannte Dialogteams eingesetzt. Sie sollen auf die Fans zugehen, durch Kommunikation mögliche Probleme aus dem Weg schaffen.

Neue Infos gibt es derweil zur Fandemo. Die Stadt Braunschweig hat gestern gegenüber dem Anmelder verfügt, dass die für Sonntag angezeigte „Demonstration gegen Betretungsverbote beim Fußball“ des Vereins „Blau Gelbe Hilfe“ eine andere Route als die von den Initiatoren geplante nehmen muss. Die Route wurde so festgelegt: Start am Leonhardplatz, dann über Altewiekring, Hagenring, Brucknerstraße, Bültenweg, Wodanstraße, Spargelstraße und Mittelweg zum Nibelungenplatz. Die geplante Route vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Stadion wurde untersagt. Damit folgt die Stadtverwaltung der Empfehlung der Polizei .
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