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Der VfL Wolfsburg in höchster Abstiegsgefahr

Fassungslos: Wolfsburgs Yannick Gerhardt nach der Niederlage beim Hamburger SV. Foto: regios24/Darius Simka

1. Fußball-Bundesliga: 1:2-Niederlage der „Wölfe“ beim Hamburger SV – Himmelfahrt erstes Relegationsspiel gegen Eintracht Braunschweig.

Von Jörg Kleinert, 23.05.2017.

Wolfsburg. Zu Beginn der Fußball-Bundesligasaison hatte das niemand erwartet: Der VfL Wolfsburg in der Relegation und somit in höchster Abstiegsnot. Seit dem vergangenen Samstag besteht Gewissheit, denn zwei Minuten haben den „Wölfen“ gefehlt, um sich im Saisonfinale beim Hamburger SV den direkten Klassenerhalt zu sichern. Damit hat der VfL Wolfsburg den Tiefpunkt in seiner 20-jährigen Bundesliga-Geschichte erreicht.

Der kurz zuvor eingewechselte HSV-Angreifer Luca Waldschmidt köpfte die Wolfsburger in der 88. Minute mit dem 2:1 ins Tal der Tränen. Nach einem guten Start mit klaren Torchancen und spielerischem Übergewicht verlor der VfL in Durchgang zwei den Faden und stellte die Offensivbemühungen weitestgehend ein. Durch die späte Niederlage rutschten die Wolfsburger erstmals seit dem 9. Spieltag wieder auf Rang 16.

Niedergeschlagenheit und Trotz auf der einen, Jubel auf der anderen Seite beim HSV: Der Bundesliga-Dino geht als einziger deutscher Profiverein ohne Unterbrechung auch in die am 18. August beginnende 55. Spielzeit. Elf Spiele in Folge hatten die Hansestädter nicht mehr gegen Wolfsburg gewonnen – doch dann kam Waldschmidt.

Am morgigen Himmelfahrtstag treffen die „Wölfe“ im Relegationshinspiel in der Volkswagen Arena (Anstoß 20.30 Uhr) auf den Zweitliga-Dritten Eintracht Braunschweig. Das Rückspiel in Braunschweig steigt am kommenden Montag (20.30 Uhr).

Als Sofortmaßnahme vor der Relegation gegen den Lokalrivalen bezog der VfL am Montag ein dreitägiges Kurz-Trainingslager im niederländischen Grenzörtchen De Lutte. Mario Gomez und Mannschaftskollegen sollen in der Heimat von Coach Andries Jonker abgeschieden von der Öffentlichkeit trainieren.

Zu den sportlichen Sorgen kommen beim VfL nun noch personelle. Sebastian Jung und Riechedly Bazoer fallen für das Saisonfinale aus. „Für sie ist es das Ende der Saison“, sagt Jonker. Bazoer verletzte sich am Sonntag im Training am Knie. Jung musste in Hamburg mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel vorzeitig vom Platz. Ein Fragezeichen steht für das erste Relegationsspiel hinter dem Einsatz von Jakub Blaszczykowski. Der Pole schied in Hamburg wegen Adduktorenproblemen ebenfalls vorzeitig aus. Gleiches gilt für Ricardo Rodriguez, den eine Sprunggelenkverletzung plagt.

Jonker blickte auf das Braunschweig-Spiel: „Wir müssen das HSV-Spiel schnell abhaken. Und: Wir müssen uns steigern, fehlerlos spielen und mehr Tore schießen“, sagte der VfL-Coach bestimmt. Nun muss er mit seiner verunsicherten Mannschaft in zwei weitere Endspiele. Ausgang? Völlig offen!
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