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Der Schröder-Entdecker liebäugelt mit Atlanta

Liviu Calin und Dennis Schröder. Foto: T.A.

Basketball: Liviu Calin hatte einen Umzug in die USA lange Zeit ausgeschlossen, mittlerweile ist er eine ernsthafte Option.

Von Christoph Matthies, 14.10.2016.

Braunschweig.
Seit 25 Jahren ist Liviu Calin die große Konstante im Braunschweiger Basketball. Der aus Rumänien stammende Trainer kam 1991 in die Löwenstadt, um den Nachwuchs auszubilden. Besonders gut gelang ihm dies mit NBA-Star Dennis Schröder, den er entdeckte und förderte und mit dem ihn bis heute eine Freundschaft verbindet. Und so schließt Calin nicht aus, dass er seinem einstigen Schützling in die USA nach Atlanta folgt.

Auch nach Auflösung „seiner“ SG, die er viele Jahre lang als Cheftrainer betreute und wo die Talente reifen konnten, hat der 63-Jährige noch immer viel zu tun. Als Landestrainer und Sportlicher Leiter des Leistungszentrums Basketball Braunschweig trainiert er mehrmals in der Woche Schüler, und dann ist da natürlich weiterhin seine Arbeit als Co-Trainer der Bundesliga-Löwen, bei denen er seit der Übernahme von Sportdirektor und Cheftrainer Frank Menz wieder eine größere Rolle spielt.

„Es klappt gut. Frank ist viel kommunikativer als Raoul Korner und bereit, meine Hilfe anzunehmen“, sagt er über die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen (Junioren-)Nationaltrainer, mit dem er schon viele Jahre im Austausch steht. Und auch mit seinem einstigen Spieler Stephen Arigbabu an seiner Seite fühlt Calin sich wohl.

Der ehemalige rumänische Nationaltrainer genießt auf europäischer Ebene ein hohes Ansehen als Talentförderer. Auch Dennis Schröder betont bei vielen Gelegenheiten, wie wichtig Calin für seine Entwicklung war. „Liviu hat mich diszipliniert, er hat einen Mann aus mir gemacht“, sagte der NBA-Profi der Atlanta Hawks erst jüngst wieder, als er die Löwenstadt im Sommer besuchte. „Dass meine Familie und ich so ein Leben haben, das haben wir ihm zu verdanken.“

Schon zu Beginn seiner US-Karriere machte Schröder kein Geheimnis daraus, dass er seinen ehemaligen Trainer gern über den Atlantik geholt hätte, als Personal Coach und auch als Vertrauten. Der Trainer lehnte dies zunächst ab. „Er ist nicht Dirk Nowitzki und ich bin nicht Holger Geschwindner“, sagte er, Bezug nehmend auf den Superstar und dessen Mentor.

Mittlerweile ist die Situation eine andere: Calin hat seit Sommer 2015 kein eigenes Team mehr, Schröder hat sich in der NBA etabliert, steht kurz vor dem Abschluss seines ersten echten Profi-Vertrages, der sich im zweistelligen Millionenbereich bewegen wird. „Wir haben darüber diskutiert. Und ich habe in meinem Leben viele abenteuerliche Entscheidungen getroffen“, sagt Calin über die Möglichkeit, mit seiner Frau und dem gemeinsamen fünfjährigen Sohn in die Staaten zu gehen. Erstmal möchte er aber abwarten, bis Schröder den Vertrag unterzeichnet hat. „Aber wenn es Dennis damit gutgeht und er es sich wünscht, werde ich diesen Schritt vielleicht machen.“
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