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Der Schlange den Kopf abgeschlagen

Derek Needham (Foto) gelangen am Mittwochabend neun Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists. Herausragend war aber vor allem seine Defensivleistung gegen Dru Joyce. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Die Löwen weisen Würzburg mit 73:52 (36:23) in die Schranken.

Von Christoph Matthies, 25.11.2015.

Braunschweig. Mit einer ganz starken Defensivleistung haben die Löwen-Basketballer am Mittwochabend einen Playoff-Platz erobert. Durch das 73:52 (36:23) in der Volkswagenhalle gegen Aufsteiger Würzburg kletterten die Braunschweiger auf Rang acht im BBL-Klassement.

Die Strategie, die Löwen-Sportchef Raoul Korner ausgegeben hatte, klang einleuchtend: Dru Joyce, einen der besten Aufbauspieler der Liga, stoppen, um die gesamte Würzburger Mannschaft aus dem Rhythmus zu bringen. Der Plan ging auf. Der Playmaker, vergangene Saison noch in Diensten der Löwen, wurde von Derek Needham komplett abgemeldet – und die Gäste, immerhin Vierter der Bundesliga-Tabelle, agierten über weite Strecken kopflos.

Für das Privatduell gegen seinen Vorgänger im Spielaufbau hatte sich Needham viel vorgenommen. Mit zwei Dreiern in Folge brachte der Löwen-Guard sein Team Mitte des ersten Viertels mit 10:4 in Führung, in der Verteidigung nahm er Joyce an die Kette, ließ ihn zumeist gar nicht an den Ball kommen. Zehn Sekunden vor der ersten Viertelpause traf Josh Gasser per Dreier zum 19:13.

In Durchgang zwei dauerte es nicht einmal 90 Sekunden, ehe die Löwen erstmals zweistellig führten. Doppellizenz-Talent Sid-Marlon Theis, der gute Impulse von der Bank gab, fand mit einem langen Outlet-Pass Keaton Grant, der den Ball nur noch reinzulegen brauchte (25:15). Zwei Grant-Dreier und einen Theis-Korbleger später stand es schon 33:15, und Scharfschütze Nico Simon erhöhte in der 17. Minute von außen gar auf 36:17. Ein kleiner Lauf der Würzburger, die bis dahin nicht wie ein Team agiert hatten, das schon sieben Siege auf dem Konto hat, verkürzte zur Pause auf 36:23.

„Würzburg ist ein sehr strukturiert spielendes Team“, erklärte Korner nach der Partie, „und man kann, wenn man sie aus dieser Struktur bringt, indem man der Schlange den Kopf abschneidet, sehr viel Schaden anrichten.“ Der Kopf der Schlange, das war Joyce, der auch in Halbzeit zwei nicht ins Laufen geriet. Im Gegenteil: Nach einem vergebenen Korbleger und anschließendem Schrittfehler wurde der sympathische Amerikaner achteinhalb Minuten vor Spielende entnervt ausgewechselt – mit gerade mal zwei Punkten und drei Assists in der persönlichen Statistik. Da stand es bereits 61:37, und die Löwen, die auch in der Zone stark verteidigt hatten, konnten die Partie unter dem Jubel der 1918 Fans ganz souverän nach Hause bringen.

Für die Löwen punkteten: Grant 16, Frease 14, Gasser 10, Stevens 9, Needham 9, Simon 7, Nash 4, Theis 4.
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