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Der Ring, den alle haben wollen

Football: Lions-Safety Ronald Sears gibt immer sein Bestes für sich und das Team.

Von Daniel Beutler, 04.04.2012

Braunschweig. Dieser eine Ring ist es, dem Ronald Sears verfallen ist. Der mit jeder Football-Meisterschaft kommt, von dem der neue Safety der Lions aber noch keinen hat. Doch er weiß, wie er ihn bekommt.

Für Ronald Sears und jeden seiner mehr als 50 Mannschaftskollegen ist es das ultimative Ziel: „Die Meisterschaft“, sagt der US-Amerikaner bestimmt. „Ich stand zwar schon mal in Endspielen, aber die haben wir verloren. Deshalb kümmere ich mich überhaupt nicht darum, wie gut meine Statistiken sind, es geht darum, als Mannschaft zu gewinnen. Es geht einzig und allein um den Ring“, sagt Sears.
Den Lions-Cheftrainer Phil Hickey kennt der 26-Jährige aus der gemeinsamen Zeit bei den Munich Cowboys. Ohne groß überlegen zu müssen, folgte der Spieler also seinem Coach nach Braunschweig. „Die Lions sind der Topverein, um in Deutschland Football zu spielen“, schwärmt Sears und liefert ein weiteres Argument, warum er nicht lange grübeln musste, ob er in der Löwenstadt anheuert: Auch Braunschweig bietet dem gebürtigen New Yorker genau die richtige Umgebung. „Lübeck, wo ich 2010 mein erstes Jahr in Deutschland gespielt habe, war zu klein. In München war es fast wie zu Hause. Ein Großstadt halt. Da kriegt man schneller mal Heimweh. Braunschweig aber ist ideal“, erzählt Sears.
Und was bringt er mit? Eine Menge. „Ich bin auf jeden Fall bereit für die Nordgruppe der Bundesliga. Wir haben schon mit den Cowboys gegen Mannschaften aus dem Norden gespielt. Das ist kein großer Unterschied für mich. Football ist Football“, meint der Safety, der ordentliche Statistiken aus seinem Jahr bei den Cowboys vorweisen kann. Auch als Kick- und Puntreturner. Und zur Not könnte er auch, sollten sich die beiden Stamm-Quarterbacks der Lions verletzten, in die Rolle des Spielmachers springen. „Bis zum College habe ich als Quarterback gespielt, aber weil ich zu klein bin, um auf der Position in den USA wirklich erfolgreich zu sein, bin ich in die Verteidigung gewechselt“, berichtet Sears.
Auf die andere Seite des Balls hat er allerdings seinen „Offense-Blick“ mitgenommen. „Das hilft mir sicherlich, dass ich wie ein Quarterback denken kann. Zudem trainiere ich an einer High School in meiner Heimat Brooklyn in den Wintermonaten den Angriff. Das hilft definitiv“, sagt er. Angefangen hat Sears übrigens als Lineman. „Mein Vater, der verstarb, als ich elf Jahre alt war, hat mich zum Football gebracht. Ihm verdanke ich viel. Auch die Einstellung, immer das Beste zu geben“, sagt Sears und zeigt auf seine Tätowierung am linken Oberarm zum Gedenken an seinen Vater. Und wenn alle im Lions-Trikot ihr Bestes geben, ist sich Sears sicher, wird es mit dem Titel klappen. Und dann hätte auch er endlich seinen Schatz.
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