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Der neue Anführer heißt Goree

Basketball-Bundesliga: Phantoms am Sonnabend (19.30 Uhr) bei den Paderborn Baskets.

Von Christoph Matthies, 10.02.2010.

Braunschweig. Nach dem kleinen Basketballwunder in Quakenbrück haben die Phantoms am Sonnabend die Möglichkeit, ihre Siegesserie mit einem Erfolg beim Tabellenschlusslicht in Paderborn auszubauen.

Es sah finster aus zur Halbzeit, am Sonnabend in Quakenbrück. Nach einem indiskutablen zweiten Viertel, in dem sich die New Yorker Phantoms von den engagiert auftretenden Artland Dragons regelrecht vorführen ließen, waren die Gäste mit 17 Punkten im Hintertreffen. Der sprichwörtliche Drops schien bereits vor dem Seitenwechsel gelutscht, und selbst die Kommentatoren des DSF, gewöhnlich darum bemüht, die Basketballfans vor dem Fernseher auch bei langweiligen Kantersiegen bei der Stange zu halten, signalisierten nur noch wenig Hoffnung, dass Braunschweig die Partie noch einmal spannend gestalten könnte.
Umso mehr beeindruckte die Moral, mit der sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski in die Begegnung zurückkämpfte und mit einem am Ende verdienten 66:60-Erfolg ein Ausrufezeichen hinter ihre Playoff-Ambitionen setzte. „Wir haben uns in der Kabine vor allem gegenseitig motiviert. Wir wussten, dass wir nur über die Verteidigung zurück ins Spiel kommen können“, erinnert sich Center Yassin Idbihi an die Situation, die in der Rückschau vielleicht zum entscheidenden Wendepunkt im Kampf um die Meisterrunde werden könnte. Die Defensive jedenfalls stimmte in Halbzeit zwei, als die Phantoms – angeführt von einem mit fünf Blocks überragend verteidigenden Marcus Goree – insgesamt nur 17 Punkte des Gegners zuließen.
Überhaupt war es wie schon gegen Ludwigsburg wieder einmal der erfahrene Neuzugang, der auf Seiten der Gäste zum entscheidenden Faktor wurde und neben seiner starken Verteidigung zehn Punkte und neun Rebounds zum Teamerfolg beisteuerte. „Marcus Goree ist wirklich unser Anführer geworden. Er hat mit seinen 32 Jahren unheimlich viel Erfahrung, und was er sagt, stellt niemand in Frage. Jetzt ist klar, wer der Chef ist, und das braucht eine Mannschaft“, lobt Idbihi die Führungsqualitäten des Euroleague-Veteranen, der auch schon mal laut wurde, wenn seine Mitspieler haarsträubende Fehler fabrizierten.
Am Sonnabend in Paderborn (19.30 Uhr) werden die Phantoms versuchen, die aktuelle Serie von drei Siegen in Folge auszubauen. Sofern die Mannschaft in Leistung und Einstellung an die Begegnung in Quakenbrück anknüpfen kann, dürfte ein Sieg beim Tabellenletzten im Bereich des Möglichen liegen und jegliche finstere Aussicht im Rennen um die Playoffs vorerst der Vergangenheit angehören.
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