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Der letzte Schritt auf dem Weg zum „Löwen“

Football: Fast die halbe Mannschaft der Braunschweig Lions kommt aus der eigenen Jugend – von den Junior Lions.

Von Daniel Beutler, 25.04.2010

Braunschweig. Von den 54 Spielern, die im diesjährigen Kader der Braunschweig Lions stehen, haben 23 bei den Junior Lions gespielt. Dort haben sie den letzten Schliff in ihrer Ausbildung bekommen und gelernt, was es bedeutet Football für den Deutschen Rekordmeister zu spielen.

Seit 2002 wird der „Löwen“-Nachwuchs von Headcoach Sven Hahnsch trainiert. Die meisten Spieler im aktuellen Bundesliga-Team, die aus der eigenen Jugend kommen, hatten ihn als Trainer. Er selbst war auch bei den Lions aktiv, stand als Tight-End lange Zeit neben dem heutigen Cheftrainer der „großen“ Lions, Matthias Engisch. „Wir verstehen uns nicht zuletzt, weil wir lange miteinander gespielt haben, sehr gut. Und deshalb findet auch ein regelmäßiger Austausch statt, bei dem ich ihm berichte, welche Spieler das Potenzial haben, in der ersten Mannschaft spielen zu können“, sagt Hahnsch. Das in der Jugend großes Potenzial schlummert, zeigt der Aufstieg in die GFL Juniors, der höchsten Deutschen Jugendliga, im vergangenen Jahr.
Zwar musste man sich am Sonntag dem amtierenden Deutschen Meister, den Berlin Adlern, mit 7:15 geschlagen geben, aber es war ein knappes Spiel. Und an einem hat es nicht gefehlt: der Leidenschaft. „Das ist neben dem Talent das wichtigste und das fordere ich auch von den Jungs. Wer den Sprung in die erste Mannschaft schaffen will, der muss auch mal seine Freizeit hintanstellen“, sagt Hahnsch offen.
Zwei mal wöchentlich trainieren die Junior Lions, aber damit ist es nicht getan. Ohne zusätzliches Krafttraining im Fitnessstudio wird es schwer. Nicht um beim jährlichen Krafttest mit guten Ergebnissen dazustehen, sondern um Verletzungen zu vermeiden und als jüngerer Spieler nicht völlig chancenlos zu sein. Denn im Jugendfootball gibt es nur eine Altersklasse mit Liga-Betrieb. Und die Spanne reicht da von 15 bis 19 Jahren. Wenn zudem jedes Jahr die älteren aus dem Team gehen, ist es immer wieder eine Herausforderung, das Team fit für die Saison zu machen. Die jüngeren Spieler müssen deshalb schneller Verantwortung übernehmen und mithalten können.
Aktuell stehen 44 Spieler im Kader, der sich am Sonntag in der Hauptstadt mit dem der Berlin Rebels messen wird. Lange wird es nicht mehr dauern, dann sehen einige ihre Gegner wieder. Wenn sie für die „ausgewachsenen“ Löwen der Bundesliga auflaufen.
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