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„Der Knoten platzt irgendwann“

Voller Körpereinsatz: Eintrachts Benjamin Kessel gegen Fürths Guilherme Haubert Sitya. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht braucht in der Zukunft eine deutlich bessere Punktausbeute.

Von Elmar von Cramon, 21.10.2014.

Braunschweig. Als „gemischt“ könnte man die Gefühlslage bei den Verantwortlichen von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig nach dem Spiel am vergangenen Wochenende gegen Greuther Fürth bezeichnen.

Der anvisierte Heimsieg gelang nicht, allerdings stemmte sich die Mannschaft mit Leidenschaft gegen eine fast schon feststehende Niederlage und sicherte sich im spannenden Finish immerhin noch einen Teilerfolg.
Dennoch ist in den kommenden Wochen eine effektivere Ausbeute, speziell auf fremden Plätzen, gefragt: Nach dem Auswärtsspiel am nächsten Sonntag bei 1860 München steigt das DFB-Pokalmatch in Würzburg, und im Anschluss an das darauffolgende Heimspiel gegen Aalen reisen die Löwen zuerst nach Aue und dann nach Frankfurt.
„Wir haben auswärts nicht ausschließlich schlecht gespielt. Es gab Partien, wie zuletzt in Ingolstadt, wo die Leistung nicht zum Ergebnis gepasst hat“, erklärt Marc Arnold. Ohne Umschweife macht der sportliche Leiter des Vereins deutlich, was in den kommenden fünf Pflichtspielen, von denen vier auswärts stattfinden, gefordert sein wird: „Eine deutlich bessere Punktausbeute.“
Der 44-Jährige sah die Blau-Gelben beim 2:2 gegen Fürth ein Stück weit „verunsichert“, was insbesondere in den ersten 30 Minuten spürbar war und Mitte des zweiten Durchgangs für einen 0:2-Rückstand sorgte: „Die Mannschaft wollte den Sieg unbedingt, ist aber ganz schwierig ins Spiel gekommen. Es spricht jedoch für ihre Moral, dass sie sich nicht aufgegeben hat und den Punkt am Ende noch gerettet hat.“
Als „ungewohnte Situation für alle Beteiligten“ bezeichnet Arnold den momentanen Zustand, in dem sich das Team gerade befindet: „Die Mannschaft hat nicht so gut gespielt, wie sie es kann, Enttäuschung ist nachvollziehbar. Gegen uns als Absteiger aus der 1. Bundesliga legen viele Teams noch eine Extra-Schippe drauf.“
Für Pfiffe oder Unmutsbekundungen, die es gegen Fürth nach langer Zeit wieder im Eintracht-Stadion gab, entzogen sich auch Arnolds Wahrnehmung nicht: „Vielleicht gibt es bei Einzelnen nach dem Jahr in der ersten Liga den Wunsch nach einem weiteren großen Erfolgsszenario, das ist menschlich. Die ganz große Mehrheit besitzt jedoch ein feines Gespür für die Situation und gewährt der Mannschaft ihre Unterstützung.“
Von den Akteuren auf dem grünen Rasen fordert er, „wie bisher, weiter an sich zu arbeiten“, damit in hoffentlich nicht allzu ferner Zeit die Belohnung folgt: „Solange die Spieler sich wie am Sonnabend reinkämpfen und reinbeißen, bin ich davon überzeugt, dass der Knoten irgendwann platzt.“
Derweil machen zwei der drei Langzeitverletzten laut Arnold gute Fortschritte: „Es sieht so aus, als ob Jan Hochscheidt und Jan Washausen in den nächsten Wochen mit platzspezifischem Training beginnen können, bei Torsten Oehrl ist dieser Zeitpunkt leider noch nicht absehbar.“
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