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Der Kapitän glaubt weiter an die Playoffs

Den Korb im Blick und den Ex-Braunschweiger Dirk Mädrich vor der Brust: Löwen-Kapitän Kyle Visser traf sechs seiner acht Würfe und war gegen Bonn mit 14 Punkten Topscorer. Foto: Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Rang acht bleibt für die Löwen in Reichweite.

Von Christoph Matthies, 08.04.2015.

Braunschweig. Katastrophal schwach in Halbzeit eins, nach der Pause mit einer leidenschaftlichen Aufholjagd – aber am Ende durch einen „Lucky Punch“ des Gegners um den Lohn gebracht: So lässt sich die unglückliche 72:75-Heimpleite der Löwen am Gründonnerstag gegen Bonn zusammenfassen. Im Kampf um Playoff-Rang acht haben die Basketballer um Topscorer Kyle Visser (14 Punkte) trotz Niederlage aber kaum an Boden verloren.

Weiterhin nur zwei Punkte trennen die Braunschweiger von den Artland Dragons, die derzeit die letzte Playoff-Position belegen. Die Meisterrunde ist sechs Spieltage vor Schluss also weiterhin aus eigener Kraft zu erreichen. Bleibt die Frage, wie tief sich der eiskalte „Gamewinner“ von Bonns Benas Veikalas in die Psyche der Löwen gefressen hat. Visser, Kapitän des Korner-Teams, gibt Entwarnung: „Jeder unserer Spieler hat in seiner Karriere schon einen solchen Spielausgang erlebt“, glaubt der 29-Jährige, dass sein Einsatz als Therapeut nicht erforderlich ist. Und übt trotz starker zweiter Halbzeit Selbstkritik: „Nach einem derart schwachen Start in die Partie hatten wir den Sieg nicht verdient.“

In seiner siebten Saison in der BBL möchte sich der 2,11 Meter große Center aus Michigan zum dritten Mal für die Playoffs qualifizieren. „Das Team in diesem Jahr ist etwas Besonderes, und es wäre toll, mit diesen Jungs in die Playoffs einzuziehen“, sagt Visser, der nach fünf Partien mit nur einstelliger Punktausbeute am Donnerstag einen Aufwärtstrend zeigte. Lediglich am Brett blieb der „Big Man“ blass, schnappte sich zum ersten Mal in dieser Saison keinen einzigen Rebound.

Obwohl Visser gegen die Bonner mit einer Hüftblessur vom Feld musste, ist er zuversichtlich, am Sonntag gegen Playoff-Anwärter Frankfurt wieder voll einsatzfähig zu sein. Und auch in den kommenden Jahren würde der junge Familienvater seine Fähigkeiten gern in den Dienst der Löwen stellen. „Meine Frau Julia und ich lieben Braunschweig. Wenn das Team mich halten will, würden wir sehr gerne bleiben“, hofft er auf eine Zukunft im blau-gelben Löwendress. Und kündigt auf Nachfrage an, dass er sein offensives Arsenal gern um eine zusätzliche Waffe erweitern würde: „Jeder Spieler in seinen Dreißigern sollte über einen verlässlichen Halbdistanzwurf verfügen.“
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