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Der Joker hat wieder gestochen

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht spielt 1:1 gegen Aalen durch spätes Tor von Pierre Merkel.

Von Elmar von Cramon, 10.02.2013.

Braunschweig. Zufrieden verließen Eintrachts Zweitliga-Kicker am Freitagabend den unter der Woche neu verlegten Rasen.

Zwar hatte es gegen Aufsteiger VfR Aalen „nur“ zu einem 1:1 gereicht, trotzdem konnten sich die Blau-Gelben als moralischer Sieger fühlen. Waren die Braunschweiger von den taktisch geschickt agierenden Gästen im ersten Durchgang meist in Schach gehalten worden, so offenbarten sie in der zweiten Hälfte ihr kämpferisches Löwenherz und wurden wenige Minuten vor Schluss dafür belohnt.
„Das war moralisch eine Wucht“, freute sich Torsten Lieberknecht nach dem Abpfiff und machte seiner Mannschaft ein großes Kompliment: „So, wie wir hier aufgetreten sind, ist das Ergebnis für mich am Ende ein gefühlter Sieg.“ Gegen die extrem tiefstehenden Aalener gelangen nur wenig überzeugende Offensivaktionen, Orhan Ademi (6.) und Oliver Petersch (24.) vergaben die einzigen Gelegenheiten.
Außerdem zeigte sich Schiedsrichter Steuer in vielen Situationen unsicher und lag kurz vor der Pause schließlich deutlich daneben: Aalens Haller fädelte gegen Ken Reichel geschickt ein und bekam prompt einen Strafstoß zugesprochen, den Valentini zur Führung nutze: „Auch der Schiedsrichter ist nicht gegen Fehler gefeilt“, gab sich der Eintracht-Coach eher versöhnlich.
Nach dem Wechsel erhöhten die Blau-Gelben die Schlagzahl deutlich, Norman Theuerkauf (Kopfball/58.) und Marc Pfitzner (Distanzschuss/67.) scheiterten jedoch an VfR-Keeper Fejzic. Nachdem Cidimar beinahe das 2:0 erzielt hätte (79.), spielte Lieberknecht seine letzte Trumpfkarte aus: Er nahm den 28 Minuten zuvor eingewechselten Randy Edwini-Bonsu wieder aus dem Spiel und brachte Pierre Merkel. Dieser köpfte mit seinem ersten Ballkontakt den gut getretenen Freistoß von Omar Elabdellaoui zum verdienten Ausgleich ins Netz.
„Wir sind in der zweiten Hälfte noch mehr Tempo gegangen und haben uns viele Chancen herausgespielt, das hat sich am Ende ausgezahlt“, kommentierte der Eintracht-Coach die spannende zweite Halbzeit und zeigte Mitleid mit Edwini-Bonsu, der zuvor die „Höchststrafe“ erhalten hatte: „Es tut mir leid für Randy, doch er hat einfach nicht ins Spiel gefunden.“ Deutlich kürzer fiel die Beurteilung des Auftritts von Merkel aus, der zum wiederholten Male als Joker gestochen hatte: „Eine Wucht!“
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