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Der historische Sieg in Bayreuth soll den Löwen Flügel verleihen

Selbstvertrauen getankt: In Bayreuth war Josh Gasser (l.) zweitbester Löwen-Scorer. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Nach dem 40-Punkte-Erfolg kommt am Sonntag (17 Uhr) Ludwigsburg.

Von Christoph Matthies, 09.10.2015.

Braunschweig. Am Mittwochabend sprach plötzlich die ganze Liga über Braunschweigs Basketballer: Mit ihrem 98:58 (40:26)-Sieg in Bayreuth hatten die Löwen ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt. Gegen die Riesen Ludwigsburg wird es am Sonntag (17 Uhr) in der VW-Halle allerdings wieder schwerer.

„Die Kunst liegt darin, das Spiel in Bayreuth aus den Köpfen zu bekommen“, sagt Löwen-Headcoach Raoul Korner, der nun dafür sorgen muss, dass sein Team nach der Galavorstellung in der Oberfrankenhalle selbstbewusst auftritt, aber nicht die Bodenhaftung verliert. Gegen ein überfordert wirkendes Heimteam machten die Löwen in Bayreuth alles richtig, dominierten vom Start weg und hielten die Konzentration bis zur Schlusssirene. Lohn der Mühen war der höchste Auswärtssieg in Braunschweigs 25-jähriger BBL-Geschichte.

Neben dem schier unermüdlichen Topscorer Keaton Grant (19 Punkte) und Center Kenny Frease (15), der unter beiden Körben dominierte und zudem als kluger Vorlagengeber auffiel, war es vor allem Josh Gasser, der in Bayreuth zu gefallen wusste. Der Neuzugang vom College, der bis dahin nicht überzeugen konnte, verteidigte gut, traf alle drei Distanzwürfe und sechs Freiwürfe und kam am Ende auf 15 Punkte. „Ein Rookie braucht in der Saison zwei bis drei Monate, bis er in der Liga funktioniert. Insofern war es ganz wichtig, dass jetzt ein bisschen Last von ihm abgefallen ist“, bewertet Korner den Auftritt des Flügelspielers und hofft, dass dieser künftig mit mehr Selbstvertrauen zu Werke gehen wird.

Mit den von John Patrick trainierten Ludwigsburgern kommt nun ein Team, das gewiss ein anderes Format hat als die Bayreuther. „Sie haben sehr viel individuelle Qualität und sind auf allen Positionen doppelt besetzt“, äußert der Löwen-Coach allerhöchsten Respekt vor den Gästen, die mit zwei Siegen gestartet sind und von Korner als Anwärter auf das Halbfinale gehandelt werden.

Gleich zwei Ex-NBA-Spieler haben die Riesen mit Center Jon Brockman und dem jüngst verpflichteten Aufbauspieler Mustafa Shakur in ihren Reihen. Vor allem Brockman, den besten Rebounder der Liga, gilt es unter Kontrolle zu kriegen: „Kenny wird alle Arme, Beine und sonstige Gliedmaßen einsetzen, um ihn vom Korb fernzuhalten“, sieht Korner viel Arbeit auf seinen Center zukommen.
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