Anzeige

Der Herr der Eintracht-Fanartikel: Ein Besuch

Fußball: Karsten Heinrichs ist seit fast 15 Jahren für den Merchandising-Bereich des Braunschweiger Traditions-Vereins zuständig.

Von Robin Koppelmann, 19.10.2011

Braunschweig. Karsten Heinrichs ist Einträchtler durch und durch. Untergebracht in einem unscheinbarem Büro in der Gegengeraden, organisiert er nahezu den gesamten Fanartikelverkauf des Traditionsvereins. Ein Beruf aus Leidenschaft.

Angefangen hatte alles eher zufällig: Vor gut 15 Jahren erhielt der gelernte Diplom-Verwaltungswirt die Chance, für Eintracht tätig zu werden. Zunächst angestellt bei der Stadt Braunschweig, „verlieh“ ihn sein Arbeitgeber zu den „Löwen“ an die Hamburger Straße. Ein Glücksfall für den bekennenden Fan Heinrichs, aber auch für den Verein.
„Damals arbeiteten in der Geschäftsstelle vielleicht eineinhalb fest angestellte Mitarbeiter. Der Fanartikelverkauf spielte dabei nur eine minimale Rolle“, erzählt Heinrichs, dem daher sogar manches Heimspiel verwehrt blieb: „Ab und zu musste ich während der Begegnung beim Verkauf bleiben. Das war schon schlimm.“
Aber trotz dieser Einschränkungen als Fan: Heinrichs erhielt die Chance, den kompletten Merchandising-Bereich des Vereins aufzubauen und dabei noch ganz nebenbei seine blau-gelbe Leidenschaft zu verwirklichen. Als Stadionbesucher und Auswärtsfahrer kannte er die Wünsche der Anhänger und verwirklichte diese Erfahrungen in seinen Kreationen: „Natürlich spiegelt sich in den Artikeln auch meine Person wieder. Letztendlich bestimmt aber die Nachfrage das Geschäft.“
Und die Nachfrage sollte fortan regelrecht explodieren: Drei Aufstiege folgten, Eintracht wurde zu einem Aushängeschild der Stadt: „Was wir früher in einem Jahr verkauft haben, verkaufen wir heute manchmal schon in einer Woche“, beschreibt Heinrichs die neuen Dimensionen. Ärgerte er sich in der Saison 1997/98 noch über die Fehlproduktion von 200 T-Shirts, welche voreilig zu einer sportlich schließlich verpassten Relegation gegen Tennis Borussia Berlin gedruckt wurden, gingen in diesem Jahr knapp 10 000 Aufstiegsartikel über die Ladentheke.
Zwischen 200 und 250 Fanartikel umfasst der Eintracht-Katalog, Onlinebestellungen kommen aus der gesamten Republik und sogar aus den USA oder Finnland.
„Wir haben zur neuen Saison 320 Gartenzwerge angeboten bekommen. Die waren nach zwei Wochen weg, geplant war eigentlich ein halbes Jahr“, gibt Heinrichs schmunzelnd einen Einblick in die aktuellen Verkaufszahlen. Doch keine Angst: Sie sind nachbestellt.
Auch wenn die Arbeitsbelastung gestiegen ist: An Leidenschaft mangelt es dem „Herrn der Fanartikel“ bis heute nicht: „Wenn ich in der Stadt oder im Urlaub etwas blau-gelbes sehe, dann ist das doch das Schönste auf der Welt“, wird Karsten Heinrichs zum Abschluss regelrecht euphorisch.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.