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Der erste Sieg unter Labbadia soll her

Mittelfeldspieler Riechedly Bazoer ist in dieser Saison noch ohne Treffer. Foto: regios24/Simka

Fußball-Bundesliga: Der VfL Wolfsburg tritt am Samstagabend bei Hertha BSC Berlin an.

Von Jörg Kleinert, 29.03.2018.
 

Wolfsburg. Durch das Osterwochenende und den Wegfall des Freitagsspiels (Karfreitag) gibt es nach der Länderspielpause am heutigen Samstagabend neben dem Topspiel des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund ein weiteres Spätspiel. Beteiligt ist der VfL Wolfsburg, der bei Hertha BSC gastiert. Die Partie wird erst um 20.30 Uhr im Berliner Olympiastadion angepfiffen.

Für die „Wölfe“ steht die Partie ganz im Zeichen des Abstiegskampfs. Der VfL sammelte aus den letzten sieben sieglosen Bundesliga-Spielen nur zwei Zähler. Zuletzt gab es sogar erstmals in dieser Spielzeit drei Bundesliga-Niederlagen in Folge. Auch Neu-Trainer Bruno Labbadia holte aus seinen ersten vier Spielen mit dem VfL nur einen Punkt; so schlecht war zuvor nie ein Wolfsburger Bundesliga-Trainer gestartet. Bei Punktgleichheit mit dem FSV Mainz 05 verhindert nur das bessere Torverhältnis das Abrutschen des VfL auf Relegationsplatz 16. Hertha steht mit 35 Punkten auf Platz elf im gesicherten Mittelfeld und könnte vielleicht noch einmal an den internationalen Plätzen anklopfen.

Die Vorbereitung des VfL auf das Samstagabend-Spiel fand mit verkleinerter Trainingsgruppe statt, da einige VfL-Spieler mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren. Zudem absolvierten Robin Knoche und Josuha Guilavogui (beide Adduktorenprobleme) sowie Sebastian Jung (muskuläre Probleme in der Wade) zu Wochenbeginn nur individuelle Einheiten auf dem Platz und im Kraftraum. VfL-Kapitän Paul Verhaegh berichtete von positiven Eindrücken trotz des kleinen Kreises der Trainingsbeteiligten und blickte zufrieden auf das zuvor bundesligafreie Wochenende zurück: „Die Pause hat uns gut getan. Wir sind gut ausgeruht und frisch in die Woche gestartet. Es ist auch schön zu sehen, dass die Liste der Langzeitverletzten kürzer wird.“

Derweil bereitet den Wolfsburger Fans vor allem die maue Offensivausbeute ihrer Mannschaft Sorgen. Das Labbadia-Team erzielte in der Rückrunde bislang nur sieben Tore. Zum Vergleich: Der in der Winterpause aus Wolfsburg nach Stuttgart gewechselte Mario Gomez traf allein sechsmal. Bezeichnend, dass es beim VfL derzeit nicht mal vom Elfmeterpunkt klappt. Verhaegh etwa hatte im Trikot des FC Augsburg nur zwei seiner 19 Bundesliga-Strafstöße vergeben. Bei den „Wölfen“ vergab der Niederländer zwei von drei Versuchen. Der 34-Jährige kündigte indes an, wieder antreten und vom Elferpunkt Verantwortung übernehmen zu wollen.

Ein fußballerisches Offensivspektakel dürfte es am Samstagabend im Berliner Olympiastadion nicht geben. Denn auch Herthas Angreifer schießen 2018 die Netze nicht kaputt: In zehn Rückrunden-Spielen trafen die Hauptstädter nur sechsmal. Dafür stellen die Berliner in der Rückrunde die beste Abwehr: Es gab nur sieben Gegentore in zehn Spielen. Immerhin: Mit ihrer Ausbeute sind die Berliner deutlich erfolgreicher: Vor der Länderspielpause gewann Hertha nach Rückstand noch mit 2:1 beim neuen Bundesliga-Schlusslicht HSV. Zwei Bundesliga-Siege in Folge schafften die Berliner in der Rückrunde noch nicht. Geht es nach den Wolfsburgern, bleibt es nach der Samstagabend-Partie auch dabei.
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