Anzeige

Den Heimnimbus wahren

Erhält von Trainer Torsten Lieberknecht gezielte Anweisungen: Eintrachts Ken Reichel. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Lieberknecht-Elf kann in Vorleistung treten – Alle Spieler sind fit.

Von Elmar von Cramon, 09.12.2016.

Braunschweig. Zum letzten Mal im Kalenderjahr 2016 tritt Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig am morgigen Sonntag vor heimischem Publikum an. Gegner ist um 13.30 Uhr die Mannschaft von Arminia Bielefeld.
Gewinnen die Löwen, überwintern sie mit 33 Punkten als bestes Heimteam der Liga. Die Gäste aus Ostwestfalen kämpfen hingegen ums Überleben, verschafften sich durch zwei Heimsiege jedoch etwas Luft im Abstiegskampf. Tritt das Löwenteam in Vorleistung, winkt im besten Fall auch die Rückkehr an die Tabellenspitze. Voraussetzung hierfür wäre, dass sich der VfB Stuttgart am Montag im Duell mit Verfolger Hannover nicht durchsetzen kann.

„Die drei Punkte sind das, was wir uns vorgenommen haben“, macht Torsten Lieberknecht die Marschroute deutlich, warnt aber davor, den Gegner zu unterschätzen, der zuletzt spürbaren Rückenwind erhalten hat: „Wir sollten realistisch an die Sache herangehen. Die Mannschaft stellt kein Kanonenfutter dar und hat einen Aufwärtstrend gezeigt.“
Vor allem die Defensive wurde zuletzt stabilisiert, sodass der Eintracht-Coach das Team von Jürgen Kramny in guter Verfassung erwartet: „Die Zuschauer sollten sich auf ein Geduldsspiel einstellen, weil die Bielefelder mittlerweile sehr kompakt ihre Reihen schließen und dementsprechend gut verteidigen.“ Deshalb fordert der 43-Jährige von seiner Mannschaft, „nicht kopflos zu agieren, um das Spiel so zu Ende zu bringen, wie wir es uns alle wünschen.“
Personell kann Lieberknecht aus dem Vollen schöpfen: „Alle sind im Mannschaftstraining, das ist wahnsinnig positiv. Zusammen mit der medizinischen Abteilung ist es uns über die Trainingssteuerung in der Hinrunde gelungen, die wenigen Verletzten wieder auf den Platz zu bekommen“, zeigt er sich vor dem Aufeinandertreffen mit seinem ehemaligen Mainzer Teamkollegen zufrieden.
Mit Kramny spielte der Pfälzer von 1997 bis 2005 am Bruchweg und bescheinigt dem 45-Jährigen, genau wie er selbst oder auch Jürgen Klopp während dieser Zeit vom mittlerweile verstorbenen Wolfgang Frank als Trainer geprägt worden zu sein: „Man sieht es daran, wie sich die Bielefelder jetzt präsentieren im 4-2-3-1 System gegen den Ball und im 4-4-2 mit klaren Aufteilungen.“
Schnelles Spiel über die Außen dürfte für die Blau-Gelben das Mittel der Wahl darstellen, auch wenn Lieberknecht die Herangehensweise offen lässt: „Wir haben viele Varianten die wir bringen können, entscheidend ist, dass du in der einen oder anderen Phase die Übersicht hast, die Spieler in Szene zu setzen.“
Nebensächlich ist für Lieberknecht die Tatsache, dass seine Mannschaft nach dem 0:2 bei Union Berlin erstmals seit langem nicht als Tabellenführer in eine Partie gehen wird: „Das spielt keine Rolle, der Ansatz ist, nach dem Spiel 33 Punkte zu haben.“
Gestern kündigte Eintracht außerdem an, gegen Bielefeld zu Ehren von Dirk Brouër mit Trauerflor aufzulaufen. Das langjährige Mitglied des Eintracht-Aufsichtsrats war am 24. November im Alter von 71 Jahren verstorben.
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Correia - Schönfeld, Moll - Khelifi, Omladic - Hernandez, Kumbela.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.