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Dem Playoff-Anwärter keine Chance gelassen

Der 24-jährige Tim Abromaitis überzeugte gestern mit Einsatz und weichem Handgelenk. Foto: T.A.
 
Die Löwen um Dru Joyce hatten die Partie dreißig Minuten lang voll im Griff, ehe im Schlussviertel die Beine müde wurden. Heute reist das Team von Coach Korner in dessen österreichische Heimat, wo eine Woche Trainingslager auf dem Programm steht. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Beim 72:59-Testspielsieg der Löwen sahen rund 1200 Zuschauer in der VW-Halle eine Leistung, die Lust auf mehr machte.

Von Christoph Matthies, 31.08.2014.

Braunschweig. Beim gestrigen „Löwentag“ wollte sich unser Basketball-Bundesligist in der VW-Halle von seiner besten Seite zeigen. Im Testspiel gegen die stark eingeschätzten Ludwigsburger gelang dies über weite Strecken.

„Wir hätten das Spiel ein bisschen besser beenden können“, resümierte Neuzugang Tim Abromaitis nach seiner ersten Partie im Löwen-Dress, „aber ich glaube, wir haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind.“ Der amerikanische Power Forward war beim 72:59-Sieg mit 16 Punkten erfolgreichster Werfer in einem überzeugenden Löwen-Team, dem man die Spielfreude nach der langen Sommerpause anmerkte.
Auch Coach Raoul Korner war mit dem Test vor 1200 Zuschauern sehr zufrieden – zumindest mit den ersten drei Vierteln: „Der Auftritt war sehr gut, 30 Minuten lang sogar exzellent.“

Wie aus einem Guss, und als würden sie schon seit Jahren zusammenspielen: So präsentierte sich das neuformierte Löwen-Team bei der gestrigen Saisoneröffnung in der VW-Halle.

Trainer Raoul Korner hatte am ungefährdeten 72:59-Erfolg gegen ein Ludwigsburger Team, das von vielen Experten als Playoff-Kandidat eingestuft wird, nicht viel auszusetzen. „Wir haben als Kollektiv sehr gut funktioniert und uns auf die Spieler konzentriert, die heiß waren“, befand der Österreicher. Mit deutlich erhöhter Temperatur – „on fire“, wie man im Basketball sagt – agierten vor allem die Neuzugänge Dru Joyce, Derrick Allen und Tim Abromaitis.

Von Beginn an hatte der aus Oldenburg an die Oker gewechselte Joyce die Zügel im Aufbau fest im Griff, fütterte seine Kollegen mit Zuckerpässen. Ob er Abromaitis einsam in der rechten Ecke fand oder Allen mit smartem Bodenpass bediente: Der BBL-Routinier bewies ein exzellentes Auge für die Mitspieler – neun Assists in 27 Minuten sprachen am Ende eine deutliche Sprache.

Der erfahrene Derrick Allen tat unterdessen das, was ihn seit zehn Jahren in der Bundesliga auszeichnet, traf sicher in Korbnähe und von der Freiwurflinie. Auch Tim Abromaitis überzeugte komplett. Nicht nur seine Dreier fanden ihr Ziel, ein einbeiniger Wurf im Zurückfallen ließ manchen Fan gar von „Dirk Abromaitis“ schwadronieren. „Dafür muss ich aber doch noch ein paar mehr von diesen Würfen treffen“, schmunzelte der US-Forward, der außerdem elf Rebounds pflückte und defensiv präsent war, später über den netten Vergleich.

Von den neuen Importspielern konnte nur Shooting Guard Trent Lockett noch nicht sein volles Potenzial abrufen, seine drei Würfe aus dem Feld gingen fehl. Korner beruhigte sogleich: „Wir haben bis jetzt nur zwei Systeme, die beide nicht für die Außenspieler konzipiert sind. Klar, dass er da noch unter seinen Möglichkeiten bleibt.“ Auch Immanuel McElroy, der erst am Mittwoch zum Team gestoßen war, wirkte noch etwas eingerostet. Dennoch war die Partie nach 30 Minuten beim Stand von 62:37 bereits entschieden.

Löwen-Punkte: Abromaitis 16, Allen 14, Joyce 9, Lockett 7, Pluskota 6, Visser 6, Johnson 5, McElroy 4, Theis 3, Simon 2.
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