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Defense-Ass Markku Larkio: Familienmensch in Helsinki

Larkio (l.) im November 2001 beim 78:80 gegen Bonn. Foto: Hübner

Basketball: Was macht Braunschweigs einstiger Flügel-Finne heute?

Von Christoph Matthies, 10.07.2015.

Braunschweig. Einen wie ihn wünscht sich jeder Trainer in seiner Mannschaft: teamorientiert, smart, mit einem ausgeprägten Hang zu vollem Einsatz und Verteidigung. Von 2001 bis 2004 war Markku Larkio eine der wichtigsten Konstanten des Braunschweiger Basketball-Bundesligisten, der in der Saison 2002/2003 sogar am Titel schnupperte.

Abseits des Spielfeldes ist der 85-fache finnische Nationalspieler wegen seiner freundlichen Art in Erinnerung geblieben. Wenn es um Bundesliga-Punkte ging, überzeugte der 2,03 Meter große Flügel vor allem mit einem starken Dreipunktewurf – und einer besonderen Fähigkeit, die er draufhatte wie wohl kein Zweiter in der Geschichte des Braunschweiger Basketballs: „Irgendwann hatte ich lauter Brandwunden am ganzen Rücken, weil ich immer über den Boden geschlittert bin, wenn ich mal wieder ein Offensivfoul aufgenommen hatte“, denkt er heute lachend an die exzessive Verwendung seiner einstigen Spezialdisziplin zurück.

Die Zeiten als Basketballer liegen lange zurück. Im Sommer 2004, mit nur 31 Jahren, beendete Larkio seine Karriere, um in Helsinki Wirtschaft zu studieren. Nach Engagements bei einer Unternehmensberatung und der Finnland-Sektion eines großen deutschen Discounters arbeitet er heute als Finanzmanager für Microsoft. In seinem Appartment in Downtown Helsinki lebt er mit seiner Frau (seit 1996 verheiratet) und den drei Söhnen, die ihn auf Trab halten. Der Älteste, Oskari, ist zwölf Jahre alt und wurde in Braunschweig geboren.

Mit Basketball hat Larkio heute nichts mehr zu tun. Umso nostalgischer wird er, wenn er an die alten Zeiten in Braunschweig zurückdenkt. Das bockstarke Team von Coach Ken Scalabroni, mit Gordan Firic, Demond Mallet und Szymon Szewczyk, stand 2003 im Halbfinale und scheiterte in den Schlussminuten von Spiel fünf nur denkbar knapp am späteren Meister Berlin. „Wären wir ins Finale gekommen, hätten wir den Titel geholt“, ist sich der sympathische Finne noch immer sicher.
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